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ST. MARIEN. Aufgrund eines „Liquiditätsengpasses“ konnte Gruber & Kaja seinen Mitarbeitern Mitte August die Löhne für Juli noch nicht bezahlen. Bei Redaktionsschluss war noch unklar, ob Insolvenz angemeldet wird.

Gruber & Kaja hat mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Foto: bakis/Shutterstock.com
Gruber & Kaja hat mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Foto: bakis/Shutterstock.com

Gruber & Kaja ist Spezialist für Druckgusstechnik und gehört zur HTI High Tech Industries AG. Das börsennotierte Unternehmen HTI gab am 13. August in einer Adhoc-Aussendung bekannt, dass sich „die Lohnzahlungen mit Fälligkeit 15. August 2019“ verzögern werden. Die HTI setze ihre Gespräche fort und erwarte Ergebnisse in den nächsten Tagen, hieß es in der Aussendung von HTI.

Gruber & Kaja beschäftigt aktuell rund 200 Mitarbeiter. Aufgrund von im Monatsverlauf zeitlich gestaffelten Zahlungspunkten sei von der verzögerten Auszahlung nur ein Teil der Mitarbeiter betroffen, erklärte CEO Bernd Schedler in einer schriftlichen Beantwortung einer Presseanfrage durch Tips.

Gespräche laufen

Am Montag, 19. August, seien Gespräche mit Gewerkschaft und möglichen Investoren geführt worden, Ergebnisse seien jedoch erst am Mittwoch, 21. August zu erwarten, wie Arbeiterkammer-OÖ-Präsident Johann Kalliauer im Gespräch mit Tips erklärt.

Konkrete Anfragen von Mitarbeitern des Industriebetriebs bei der Arbeiterkammer gebe es noch nicht. Es scheint, dass die Mitarbeiter noch abwarten würden, sagt Kalliauer. Über den genauen Grund für die Liquiditätsengpässe kann Kalliauer nur mutmaßen, denn „die Auftragslage ist gut.“

Zermürbende Unsicherheit

Gewerkschafts-Landessekretär der Proge Michael Seemayr ergänzt, dass die Unsicherheit, ob es zu einer Insolvenz kommt oder nicht, für die Mitarbeiter zermürbend sei: „Sie machen die Arbeit ja gerne.“

Die Mitarbeiter kommen auch nach wie vor in die Arbeit, weil eine Verpflichtung besteht. Die Gewerkschaft steht den Betriebsräten beratend zur Seite. Auf die Verhandlungen mit einem möglichen Investor habe man aber keinen Einfluss, betont Seemayr.


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