Regionalentwicklung hat derzeit besonderen Wert
LINZ-LAND. Die Corona-Krise hat uns in letzter Zeit in allen Lebensbereichen vor große Herausforderungen gestellt. Gerade diese Zeit hat uns aber auch deutlich gezeigt, wie wichtig die Unterstützung von regionalen Kreisläufen und Initiativen ist. Umso mehr erkennt man nun den Wert der vielfältigen Leader-Projekte, die bereits umgesetzt oder gerade im Entstehen sind.

Sie werden entwickelt von Menschen aus der Region für Menschen in der Region, stärken die regionalen Strukturen in den verschiedensten Lebensbereichen und sind getragen von stabilen Fundamenten, die auch Krisen standhalten und somit nachhaltig und langfristig in der Region wirken.
Vielfalt in der Umsetzung
„Das Motto des Regionalentwicklungsvereins Zukunft Linz-Land „Brücken bauen. Zukunft gestalten.“ gewinnt in dieser schwierigen Zeit besonders an Bedeutung, denn nur gemeinsam kann es uns gelingen, die Zukunft des Bezirks Linz-Land nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Es braucht stabile Brücken zwischen den Akteuren der Region, die auch unter großen Belastungen nicht zusammen brechen sowie Initiativen, die unsere regionale Widerstandsfähigkeit für künftige Herausforderungen stärken. Sei es im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich, das Leader-Programm kann vielfältig bei der Umsetzung von lokalen und regionalen Initiativen unterstützen“, sind Leader-Obmann Christian Kolarik und seine Stellvertreter Mario Mühlböck und Robert Zeitlinger überzeugt und rufen zur Beteiligung auf.
In der letzten Sitzung des regionalen Projektauswahlgremiums wurden wieder einige Projekte zur Unterstützung mit Leader-Fördermitteln ausgewählt:
Wert der Bildung
Die Stadt Leonding beschäftigt sich im Rahmen eines Zukunftsentwicklungsprozesses mit der Entwicklung eines Bildungscampus. Das Projekt beinhaltet einen extern begleiteten Stakeholderprozess mit allen Akteuren der Bildungsinstitutionen, der Politik und Verwaltung und der Wirtschaft um ein gemeinsam getragenes Bild zu erarbeiten und somit die Basis für die konkrete Entwicklungsarbeit aufzubauen.
Objekte sichtbar machen
Da in der Dauerausstellung des Sattlermuseums Hofkirchen nur eine Auswahl der insgesamt ca. 4000 Objekte zu sehen sind, lagern die meisten Stücke zurzeit noch unsachgemäß im Dachboden des Museumsgebäudes und sind dort allen Temperatur und Feuchtigkeitsschwankungen ungeschützt ausgesetzt.
Nun soll eine „Bibliothek der Dinge“ errichtet werden, in dem eine sachgemäße Lagerung der Objekte gewährleistet ist und diese als Schaudepot in Besucherführungen einbezogen werden kann. Wer diese tolle Idee der Schaudepots unterstützen möchte, kann unter www.sattlermuseum.at Wertscheine für Archivboxen kaufen.
Erbe eines Präsidenten
Der ehemalige Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, geboren in Niederkappl und wohnhaft in Kronstorf von 1924 bis nach 1945, würde 2020 seinen 105. Geburtstag feiern und sein Tod jährt sich zum 20. Mal. Damit seine Ansichten, moralischen Einstellungen und Aussagen zur Gesellschaft und Politik, die zeitlos und aktueller sind denn je, erhalten bleiben, arbeiten die Gemeinden Kronstorf und Niederkappl im Rahmen eines Leader-Projekts gemeinsam an der Erstellung eines Konzeptes zur Inwertsetzung des Erbes von Dr. R. Kirchschläger sowie der Entwicklung von nachhaltigen Formaten zur Reflexion und Verankerung der demokratischen Werte und Überzeugungen.
Ideen gefragt
„Haben auch Sie eine Projektidee welche die nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der Region Linz-Land unterstützt? Dann nehmen Sie möglichst früh Kontakt auf mit der Geschäftsstelle des Regionalentwicklungsvereins Zukunft Linz-Land – unser Team berät und unterstützt Sie gerne“, ruft Obmann Christian Kolarik zur Beteiligung auf.


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