Aktive Arbeitsmarktpolitik hat verschiedene Gesichter
LEONDING. Die Angebote der Produktionsschulen richten sich vor allem an Jugendliche, die die berufliche Schul- und Lehrausbildung abgebrochen und aufgrund verschiedenster Problemstellungen Schwierigkeiten bei der Rückkehr in das Berufsausbildungssystem haben. In Leonding werden aktuell 38 Jugendliche wieder „jobfit“ gemacht.

„Die Produktionsschule soll dabei helfen, eine betriebliche Ausbildung beginnen zu können bzw. in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Damit erhalten die Jugendlichen eine klare Perspektive“, erläutert Landesrat Markus Achleitner beim Besuch der Produktionsschule Leonding. In den Bereichen Holz- sowie Metallverarbeitung, Gastronomie und EDV werden die Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Kombiniert wird das Angebot mit begleitendem Fach- und Förderunterricht, Bewerbungstraining, Firmenpraktika und Vermittlungsunterstützung. Ziel ist nicht nur, Fähigkeiten für die persönliche und berufliche Entwicklung zu erwerben, auch das Verantwortungsbewusstsein und der Selbstwert der Schüler sollen gestärkt werden.
„Nicht jeder oder jeder ist dem Tempo und den Anforderungen am ersten Arbeitsmarkt gewachsen. In Oberösterreich ist es uns wichtig, dass wir diese Menschen nicht alleine lassen, sondern entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten begleiten, damit auch sie ihren Platz in der Arbeitswelt und damit auch in der Gesellschaft finden“, unterstreicht Landesrat Markus Achleitner.
Tolle Erfolge erzielt
Alle Werkstätten der Produktionsschule Leonding werden wie Produktionsfirmen geführt, die Produkte herstellen und Dienstleistungen anbieten. Dabei können die Jugendlichen auch individuelle Ideen umsetzen und Fertigkeiten für ihren zukünftigen Lehrberuf erwerben. „Mehr als die Hälfte der Jugendlichen – konkret 52 Prozent – kann durch die Produktionsschule in ein Lehrverhältnis, ein Arbeitsverhältnis oder eine Weiterqualifizierung vermittelt werden. Ein beachtlicher Erfolg, wenn man die schwierigen Startbedingungen der Jugendlichen betrachtet“, ist Wirtschafts-Landesrat Achleitner von der Wichtigkeit und dem Erfolg der Produktionsschule überzeugt.
Rund 70 Prozent der Jugendliche sind zwischen 15 und 18 Jahren alt, zwei Drittel der Teilnehmer haben Migrationshintergrund. Die Jugendlichen können die Produktionsschule bis zu einem Jahr besuchen.
Alle Werkstätten der Produktionsschule Leonding werden wie Produktionsfirmen geführt, die Produkte herstellen und Dienstleistungen anbieten. Dabei können die Jugendlichen auch individuelle Ideen umsetzen und Fertigkeiten für ihren zukünftigen Lehrberuf erwerben. „Die produzierten Werkstücke können von uns natürlich sehr gerne auch bezogen werden“, so Gabrianos Haddad, der Leiter der Produktionsschule Leonding. Er betont aber weiter, dass der Fokus nicht auf einer „industriellen Fertigung“ liege.


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