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BEZIRK LINZ-LAND. Die Covid-19-Krise schlägt sich auch in der Bilanz der Arbeiterkammer Linz-Land über das Jahr 2020 nieder: Die Sorgen, Ängste und Probleme der Beschäftigten führten zu einer Steigerung der telefonischen Beratungen um 70 Prozent. Die Beratungen per E-Mail haben sich verdoppelt.

AK-Rechtsberatung wurde im Corona-Jahr 2020 besonders stark nachgeragt. (Foto: Langstein Pictures/Ünal Uzunkaya)

Noch nie suchten so viele Menschen Rat und Hilfe bei den Servicestellen der AK Oberösterreich wie im Jahr 2020. „Die Zahl der Anfragen hat eine neue Rekordhöhe erreicht: Insgesamt wurden im Vorjahr rund 375.000 Anfragen bearbeitet“, so AK-Vizepräsident Andreas Stangl. Durch Lockdown und Corona-Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz waren persönliche Beratungen nur mehr eingeschränkt möglich.

Über 8,7 Millionen Euro für Arbeitnehmer erkämpft

Insgesamt suchten 7.651 Arbeitnehmer Rat und Hilfe. Sieben von zehn Ratsuchenden nahmen eine telefonische Beratung in Anspruch (5.559). Das entspricht einem Plus von rund 70 Prozent. Die persönlichen Beratungen gingen hingegen auf 1.568 zurück (2019: 2.246). Sprunghaft stiegen die E-Mail-Anfragen – sie verdoppelten sich von 260 auf 524. „Dabei ging es vorrangig um Unklarheiten bei der Entlohnung, Auflösung von Dienstverhältnissen, Pension und Endabrechnung. Aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Lockdowns mussten unsere Experten viele Fragen hinsichtlich Kündigungen, Kurzarbeit, Sicherheitsvorkehrungen, Kinderbetreuung, Home-Office und Urlaubsverbrauch beantworten“, sagt AK-Vizepräsident Andreas Stangl.

Auch die Website wurde um 50 Prozent mehr genutzt als im Jahr davor. Erkämpft hat die AK im Bezirk alles in allem 2020 über 8,7 Millionen Euro. Im Fall mit dem größten Streitwert wurde eine Zahlung von 46.960,18 Euro für eine Frau, die unberechtigterweise entlassen wurde, erreicht.


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