Problem Bankenschließungen: Stadt Ansfelden will nun selbst aktiv werden
ANSFELDEN. Wie Tips vor einigen Wochen berichtete, stehen derzeit einige Gemeinden im Bezirk Linz-Land vor dem großen Problem der Bankenschließungen. So auch Ansfelden, wo es im Stadtteil Haid etwa nach einer weiteren Bankenschließung nur mehr einen Bankomatbetrieb gibt. Die Stadt Ansfelden will nun dagegen vorgehen.

Rund 8.000 Einwohner zählt der Ansfeldner Stadtteil Haid. Von den wegbrechenden Dienstleistungen, die vor Ort besucht werden können, ist vor allem der ältere Teil der Bevölkerung betroffen. Überweisungen, Abbucher und andere Erledigungen online abzuwickeln, ist nicht jedermanns Sache. Viele Bürger wollen ihre Bankfiliale und den eigenen Berater gerne persönlich besuchen.
Gleich drei große Bankinstitute haben in letzter Zeit ihre Pforten vor Ort dauerhaft und fast gleichzeitig geschlossen. „Vollkommen unabgestimmt und mit keinerlei Mit- bzw. Rücksprache mit der Stadt. Während man für Filialschließungen in kleinen Gemeinden noch Verständnis haben könnte sind Schließungen in Städten unserer Größenordnung vollkommen unverständlich und unangebracht“, ärgert sich Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll. Er kritisiert in diesen Angelegenheiten das Delegieren von oben nach unten und damit auch das Verschieben der Probleme zu den Städten und Gemeinden - und will nun handeln.
Weitgreifendes Problem
Wie schon im Stadtteil Freindorf soll nun auch in Nettingsdorf ein von der Stadt in Auftrag gegebener Geldautomat installiert werden. Außerdem ging Partoll mittels Rundschreiben mit einigen Bankinstituten ins Gespräch, die auch ihr Interesse am Standort in Haid bekundeten. „Wenn ich jedoch lese, dass bis 2023, 40 Prozent der Filialen verschwinden sollen darf man sich hier im ganzen Land große Sorgen machen. Auch das Land und der Bund sind gefordert. So müsste z.B. das Land OÖ über ihre HYPO Landesbank für die Versorgung mit Bankfilialen sorgen, um auch den älteren Menschen in diesem Land die Bankgeschäfte zu ermöglichen. Einfach nichts zu tun und die Menschen im Regen stehen zu lassen, ist hier klar der falsche Weg auch die zukünftigen Probleme zu lösen“, so der Bürgermeister.


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