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Pasching. Die Gemeinde kämpft derzeit um eine Haltestelle beim Westbahn-Ausbau. Zusätzlich hat sich Tips mit Bürgermeister Markus Hofko über die schwierige Phase nach der Pandemie und über den neuen Markenprozess in Pasching unterhalten.

Bürgermeister Markus Hofko (Foto: ÖVP Linz-Land)
Bürgermeister Markus Hofko (Foto: ÖVP Linz-Land)

Tips: Was ist gerade bestimmendes Thema in Pasching?

Markus Hofko: Ein Thema, das uns sicherlich auch noch die nächsten Jahre begleiten wird, ist die Bebauung. Aber da geht es den Gemeinden rund um uns nicht anders. Bürger sind oft wegen der Bebauungsdichte oder -höhe besorgt. Natürlich wünscht sich jeder ein Einfamilienhaus als Nachbar. Hier gilt es, den Spagat zwischen explodierenden Grundstückspreisen und dennoch leistbarem Wohnen zu schaffen. Und dafür muss eine gewisse Dichte gegeben sein. Wir haben das Ziel, in einer moderaten Größenordnung zu bleiben. Der nächste Entwicklungsschritt wird sein, wenn wir wissen, dass die Bahn wegkommt. Dann wird sich hier sicherlich etwas tun.

Tips: Welcher Ansatz wird dabei verfolgt?

Hofko: Man muss sich mit jedem einzelnen Projekt selbst beschäftigen und einen guten Ausgleich schaffen zwischen dem, dass etwas bebaut wird und dem, was die Bürger beunruhigt. Ich brauche natürlich auch gewisses Wachstum bzw. Flächen, wo Wirtschaft stattfinden kann. Siehe KEBA, die ein Werk für Zukunftstechnologie bauen wollen. Hier muss ein gutes Verhältnis gefunden werden, um dementsprechend auch bodenschonend umzugehen. Das ist aber auch im Bewusstsein der Landespolitik angekommen.

Tips: Gibt es schon eine Reaktion auf den Offenen Brief an die Regierung bzgl. der Westbahn-Haltestelle?

Hofko: Die Antwort war leider ein sehr ernüchterndes Schreiben. Es wurden im Grunde die gleichen Argumente wie vor 20 Jahren noch einmal aufgezählt. Auf die aktuelle Situation wurde praktisch nicht Bezug genommen. Die Grünen werden aber noch ein Gespräch mit der Frau Ministerin führen. Aber zumindest auf Landesebene bis hin zu Landeshauptmann Stelzer sowie Wirtschafts- und Arbeiterkammer stehen alle hinter unserem Ansinnen. Mit der PlusCity und KEBA stehen außerdem zwei Unternehmen mit großem Stellenwert dahinter. Der Zug ist also noch nicht abgefahren.

Tips: Wie ist der Status beim KEBA Bauprojekt?

Hofko: Da findet gerade der Architekturwettbewerb statt, zu dem die besten Architekten Europas eingeladen sind. Da soll ein Leuchtturmprojekt im Sinne der Nachhaltigkeit und einer innovativen Arbeitswelt entstehen.

Tips: Was war das „Highlight“ der letzten Zeit?

Hofko: Wir hatten vor Ostern die erste Kulturveranstaltung seit ewigen Zeiten – die Kernöl-Amazonen begeisterten rund 200 Zuschauer. Im Fasching haben sich auch die Pensionisten wieder in gemütlicher Runde treffen können, da war die Freude groß, dass sich endlich wieder was tut.

Tips: Wie geht es den Paschinger Vereinen nach der Pandemie?

Hofko: Das Ehrenamt tut sich sicherlich schwerer. Wir versuchen hier, gezielt gegenzusteuern und haben die Vereinsförderung um zehn Prozent erhöht. Es ist aber wichtig, dass sich wieder „was tut“. Die Gemeinde hat 40 neue Biertisch-Garnituren gekauft, neue Steh- sowie Schanktische und auch einen Gasgriller, der ausgeborgt werden kann. Als Unterstützung, dass es leichter möglich ist, etwas zu machen. Außerdem werden wir uns als Gemeinde beim Adventmarkt – der wichtigsten Veranstaltung für die Vereine – stärker engagieren. Ganz im Sinne unseres neuen Slogans „Pasching – Da gehts mir gut“ unseres durchgängigen Markenkonzepts.

Tips: Wie weit ist der Markenprozess fortgeschritten?

Hofko: Im Grunde sind wir damit fertig, viele neue Designs sind schon in Druckvorbereitung. Offiziell wird das neue Konzept im Zuge einer großen Feier im Juni vorgestellt. Im Waldbad, das ja gerade auf Vordermann gebracht wurde, ist das neue Logo schon zu bewundern. Im Wesentlichen soll es darauf abzielen, alle Bewohner der verschiedenen Ortsteile unter der Klammer „4061“ zu vereinen und identitätsstiftend das Wir-Gefühl herauszustreichen.


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