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„Wir legen viel Wert auf Familie und auf die Kultur des Zusammenhaltens“

Marlis Schlatte, 07.09.2022 10:04

PUCKING. Seit fast einem Jahr nun ist Thomas Altof Bürgermeister in Pucking. Im Gespräch mit Tips erzählt der 36-Jährige, was sich derzeit in der Gemeinde tut.

  1 / 2   Thomas Altof hat seit der letzten Wahl im September 2021 das Amt des Bürgermeisters inne. (Foto: Gmd. Pucking)

Tips: Was hat sich im vergangenen Jahr in Pucking getan?

Altof: Was mir als Bürgermeister besonders Spaß macht, ist, dass man jetzt noch viel mehr Projekte umsetzen und die kleinen Sorgen lindern kann. Das ist was, was ein Bürgermeister bewerkstelligen kann. Es sind auch ganz viele Projekte im Entstehen und in der Umsetzung, z.B. wurden mehrere Straßensanierungen sowie ein großer Gehsteig umgesetzt, der von vielen Eltern gewünscht wurde. Wir haben auch mit der Erweiterung der Volksschule begonnen – denn jedes Puckinger Kind soll auch einen Volksschulplatz in Pucking haben.

Tips:Welche kommenden Projekte und Veranstaltungen gibt es in der Gemeinde?

Altof: Gerade nach Corona hat man gemerkt, dass man die Menschen wieder zusammenführen muss. Wir legen in Pucking auf jeden Fall sehr viel Wert auf Familie und auf die Kultur des Zusammenhaltens. Zum Beispiel haben wir ein Spielplatz-Auswintern gemeinsam mit den Familien, einen Wandertag und einen Jugendausflug eingeführt. Auch einen Wirtschaftsempfang wird es bald geben, weil mir die Betriebe sehr vernachlässigt vorgekommen sind in Pucking. Und nächstes Jahr möchte ich dann auch einen Pucking-Empfang veranstalten, wo man einen Ausblick gibt – was wird sich tun in diesem Jahr.Wir wollen versuchen, die Menschen zusammenzubringen, etwa mit Straßenfesten, weil wenn es in einem Grätzl oder in einer Straße passt und die Leute miteinander reden, dann macht das das ganze Gemeindeleben viel schöner.

Tips: Wie geht es den Puckingern in der derzeitigen Teuerungswelle?

Altof: Was wirklich schlimm ist und was ich in meinen 20 Jahren, die ich jetzt bereits politisch aktiv bin, noch nie in so einer Deutlichkeit mitbekommen habe, ist, dass wirklich breite Schichten des Mittelstandes nun Probleme bekommen. Das sind schon Zeichen, wo wir als Bürgermeister auch die Alarmglocken hören. Es werden aber die Gemeinden dieses Problem nicht lösen können, da muss jetzt wirklich der Bund eingreifen. Weil wenn der Mittelstand anfängt zu bröckeln, dann haben wir ein richtiges Problem. Als Gemeinde ist es irrsinnig schwer, etwas auszurichten, weil wir ja dafür auch nicht mehr Mittel zur Verfügung haben. Was ich aber vorschlagen werde, ist, dass wir sicherlich nicht die gesamte Teuerungsrate an die Bürger abwälzen, also Kanal- und Wassergebühren, sondern dass wir hier versuchen, entgegen zu kommen.

Tips: Ein positives und ein negatives Ereignis, das im ersten Jahr als Bürgermeister in Erinnerung blieb?

Altof: Ich seh eigentlich wenig schlechte Momente. Ich bin als Bürgermeister auf vielen Begräbnissen – das sind dann natürlich schon Momente, wo man sich denkt: ,Puh die Zeit schreitet schon voran.Was mich aber sehr gefreut hat, war das Marktfest ,StrahWanzen, das wir heuer ganz neu aufgezogen haben.


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