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LEONDING. Vergangenen Donnerstag stand die Einleitung des Änderungsverfahrens eines Bebauungsplans, der die Firma Ebner Industrieofenbau GmbH betrifft, auf der Tagesordnung des Leondinger Gemeinderats.

Die PV-Anlage besteht auf einer Freifläche. (Foto: Luckyboost-stock.adobe.com)
Die PV-Anlage besteht auf einer Freifläche. (Foto: Luckyboost-stock.adobe.com)

Die Firma Ebner plant den Bau einer 1,1 Megawattpeak Photovoltaikanlage auf insgesamt 6.200 Quadratmetern, um unabhängiger vom Strommarkt zu werden. Ein Teil wird auf Hallendächern errichtet, der Rest auf einer bisher ungenutzten Wiese zwischen Betriebs- und Wohngebiet. Die Gemeinderatssitzung letzte Woche beschloss mit Mehrheit die Einleitung des Änderungsverfahrens von „Eingeschränkt gemischtes Baugebiet“ zu „Sonderausweisung PV Anlage“, um die Nutzung zu ermöglichen.

Es werden keine Grünflächen umgewidmet, und das angrenzende Wohngebiet bleibt unverändert. „Die Firma Ebner ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, das seit Jahrzehnten in Leonding agiert und wichtige Arbeitsplätze in der Region schafft. Mit der Errichtung will das Unternehmen in eine umweltfreundliche Stromerzeugung investieren. Dieses Vorhaben ist aus meiner Sicht zu unterstützen“, so Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek.

Kritik von FPÖ

Verwunderung über die Zustimmung von SPÖ und ÖVP, sowie einer Enthaltung der Grünen löste die Abstimmung bei den Freiheitlichen aus. „Grundsätzlich begrüßen wir den Ausbau solcher Anlagen im Sinne der Energiegewinnung. Jedoch nicht um jeden Preis. Unser Credo war immer, einen solchen Ausbau verantwortungsvoll zu gestalten. Die Forcierung von PV-Anlagen auf bereits bestehenden Immobilien hat immer Vorrang vor einer weiteren Versiegelung unserer Landschaft. Beim entsprechenden Industriebetrieb stehen große Dachflächen und ein riesiger Parkplatz für eine PV-Anlage zur Verfügung. Jetzt auf die ,grüne Wiese‘ eine Anlage zu stellen, widerspricht unseren Vorstellungen von einem verantwortungsvollen Umgang mit den ländlichen Ressourcen“, so Fraktionsobmann Peter Gattringer.

Die Grünen haben dem Projekt nicht zugestimmt, da sie für eine Doppelnutzung bei PV-Anlagen auf Freiflächen eintreten. „Wir gehen davon aus, dass es auch vom Land OÖ keine Zustimmung geben wird, da die Anforderungen der PV-Strategie und des Naturschutzgesetzes nicht erfüllt werden“, so Sprecher Sven Schwerer.


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