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ÖVP Wilhering unter Markus Langthaler spricht sich gegen Umwidmungen in Hitzing aus

Melissa Untersmayr, 27.03.2024 14:00

WILHERING. Mit einem „Stopp zur Umwidmung in Hitzing“ positioniert sich Bürgermeisterkandidat Markus Langthaler von der ÖVP. Erst vergangenen Herbst kochten die Gemüter hoch, als Verbauungspläne für den Wilheringer Ortsteil publik wurden. Das derzeit ruhende Projekt „ist in aller Munde und verunsichert die Bevölkerung“, so Langthaler. Im aktuellen Wahlkampf will er sich für Hitzings Dorfcharakter einsetzen und so weitere Stimmen gewinnen.

Markus Langthaler (ÖVP) will verhindern, dass in Hitzing neue Wohnsiedlungen entstehen. (Foto: ÖVP Wilhering)

Bürgermeisterkandidat Markus Langthaler geht mit einer klaren Botschaft in die Wahl am 9. Juni: „Dorfcharakter mit Lebensqualität, statt dichter Verbauung“. Konkret spricht er damit die Besorgnis der Einwohner im Wilheringer Ortsteil Hitzing an. Vor drei Jahren kaufte ein Projektwerber rund sechs Hektar landwirtschaftlichen Nutzgrund in zentraler Lage. Im Herbst wurden Pläne öffentlich, die eine dichte Verbauung mit 400 Wohnungen für bis zu 1.000 neue Bürger vermuten ließen.

Aktuell ruht das Projekt. Noch vor dem Sommer soll jedoch entschieden werden, wie es weitergeht. Von Seiten der ÖVP gibt es jedoch ein klares Nein zu dem bisher präsentierten Projekt: „Das würde mehr Verkehr, Engpässe bei der ärztlichen Versorgung und den Mangel an Pädagoginnen nochmals verschärfen. Zudem würde von dieser dichten Verbauung eine Signalwirkung auf die ganze Gemeinde ausgehen, und wir würden allen Bauwerbern etwa in Schönering, Edramsberg, Reith und Wilhering diese starke Verdichtung ermöglichen müssen“, vermutet Langthaler negative Konsequenzen.

Stattdessen wolle die ÖVP „Wilhering behutsam weiterentwickeln“ - Bürger sollen bei großflächigen Bebauungen künftig verstärkt eingebunden werden. Durch das Sanieren alter Immobilien und eine bessere Nutzung des vorhandenen Wohnraums könne man leistbares Wohnen für junge Wilheringer ermöglichen, so die Idee der ÖVP Wilhering. Außerdem möchte Langthaler die Wohnraumschaffung auf den bereits vorhandenen Baugründen (derzeit etwa 19 Hektar) forcieren, bevor großflächig gewidmet wird.

Hintergrund der Bebauungspläne

Tips berichtete über die Hintergründe der Bebauungspläne: Im Herbst 2022 beschloss das Land OÖ, die Verkehrsdrehscheibe in Hitzing bis 2030 stark auszubauen. Parallel dazu beauftrage man die TU (Technische Universität) Wien, in einer Studie zu ermitteln, wie dichtere Bebauung an gut angebundenen Verkehrsknotenpunkten aussehen könnte. Ziel des Landes ist es, mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen und das Zweitauto einzusparen.

Laut dem damaligen Bürgermeister Mario Mühlböck (SPÖ) war die Intention, „mehr Menschen nahe der geplanten Verkehrsdrehscheibe anzusiedeln“. Mehrgeschossige Wohnbauten sowie Reihenhäuser/Doppelhäuser waren Gegenstand der Pläne. Bereits damals habe Mühlböck Bedenken gegenüber dem Land OÖ geäußert, dass die Verdichtung zu intensiv sei.


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