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Hitze und Nebel prägten das Jahr 2025 in Hörsching und Enns

Maya Lauren Matschek, 07.01.2026 12:20

HÖRSCHING/ENNS. 23 Tage ohne Sonne in Hörsching und 19 Hitzetage in Enns zeigen deutlich, wie stark sich das Klima bereits verändert hat. Das Jahr 2025 zählt weltweit zu den drei heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auf die spürbaren Folgen des Klimawandels weist Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) hin.

  1 / 3   2025 zählt weltweit zu den drei wärmsten Jahren. Messungen in Hörsching und Enns zeigen, dass der laut Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder (im Bild) „menschengemachte Klimawandel“ die Einwohner im Bezirk Linz-Land bereits ganz konkret betrifft. (Foto: Werner Dedl)

Obwohl sich das Wetter gegen Jahresende kühl und windig zeigte, war das Jahr insgesamt ungewöhnlich warm und sehr trocken. 2025 gehört sogar zu den 20 trockensten Jahren seit 1858. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern laut Umwelt-Landesrat Kaineder Teil eines langfristigen Trends.

Fast ein Monat ohne Sonne

Einen besonderen Wetterrekord gab es im Bezirk Linz-Land: An der Wetterstation Hörsching wurden zwischen 29. November und 21. Dezember 2025 ganze 23 Tage ohne einen einzigen Sonnenstrahl gemessen. So lange war es dort noch nie durchgehend trüb. Ursache waren stabile Hochdrucklagen mit zähem Nebel, wie sie im Flachland immer häufiger auftreten.

Mehr Hitzetage in Enns

Auch in Enns zeigen die Zahlen klar, wie sich das Klima verändert. Im Jahr 2025 wurden dort 19 sogenannte Hitzetage gezählt – das sind Tage, an denen die Temperatur 30 Grad oder mehr erreicht.Zum Vergleich: In den Jahren 1971 bis 2000 waren es im Schnitt nur 11 Hitzetage pro Jahr. Das bedeutet eine deutliche Zunahme heißer Tage, die vor allem für ältere Menschen, Kinder und Kranke belastend sein können.

Oberösterreich insgesamt deutlich zu trocken

In ganz Oberösterreich fiel 2025 rund ein Viertel weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Besonders im Inn- und Hausruckviertel machte die Trockenheit zeitweise Probleme. Größere Schäden in der Landwirtschaft blieben zwar aus, doch für Grundwasser und Wasserversorgung wären in Zukunft wieder mehr Niederschläge dringend nötig.

Extreme Unwetter blieben größtenteils aus, ein Ereignis stach jedoch hervor: Ein kleiner Tornado richtete im Juli in Taufkirchen an der Pram (Bezirk Schärding) schwere Schäden an rund 30 Häusern an.

Gletscher schmilzt so stark wie noch nie

Ein besonders sichtbares Zeichen der Erderwärmung ist der Hallstätter Gletscher. Er verlor im Jahr 2025 so viel Eis wie noch nie zuvor seit Beginn der Messungen. Dieser Verlust betrifft nicht nur das Landschaftsbild, sondern wirkt sich langfristig auch auf Wasserreserven, Natur und Tourismus aus.

Landesrat Kaineder: „Nicht mehr zu übersehen“

Für Landesrat Stefan Kaineder ist klar: „Der Klimawandel ist längst Realität – auch bei uns. Jedes Jahr ohne wirksame Maßnahmen verschärft die Situation.“ Er fordert mehr Einsatz beim Ausbau erneuerbarer Energien, beim Sparen von Energie und beim Schutz der Natur.

Die Wetterrekorde in Hörsching und Enns zeigen, dass der Klimawandel kein fernes Problem, sondern die Menschen im Bezirk Linz-Land bereits ganz konkret trifft.


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