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Ennshafen: Ermunternde Bilanz zur Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen in Oberösterreich

Norbert Mottas, 06.02.2026 15:37

ENNS. Mit der TriplastKunststoffsortieranlage steht im Ennshafen die modernste Sortiertechnologie Europas für Leichtverpackungen. Probleme entstehen durch Fehlwürfe.

Die modernste Kunststoffsortieranlage Europas (Foto: mott)
  1 / 4   Die modernste Kunststoffsortieranlage Europas (Foto: mott)

Bei der Bilanz zur Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen erklärte  Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Das Pfandsystem funktioniert und die Menschen machen mit. Die Rückgabequoten steigen und das ist ein echter Gewinn für unsere Umwelt und ein kräftiger Schub für die Kreislaufwirtschaft.“

„Die steigende Sammelmenge ist ein klares Zeichen dafür, dass der Gelbe Sack beziehungsweise die Gelbe Tonne gut angenommen wird“, erklärt ARA-Vorstandssprecher Harald Hauke.

TriplastKunststoffsortieranlage

Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts IMAS im Auftrag der ARA zeigt, dass 88 Prozent der Oberösterreicher die Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen als „sehr gut“ oder „gut“ bewerten. Damit liegt Oberösterreich über dem österreichweiten Durchschnitt von 84 Prozent.

Die zentrale Drehscheibe der sogenannten Mixsammlung ist die TriplastKunststoffsortieranlage in Enns, einer der modernsten Anlagen Europas. ARA, Bernegger und Der Grüne Punkt investierten dafür rund 65 Mio. 

Seit dem offiziellen Start am 1. Juli 2024 läuft die Anlage TriPlast nicht nur hervorragend, sondern übertrifft unsere Erwartungen. Mit Hilfe optischer Sensorik, Nahinfrarot-Technologie und KI-gestützter Sortiersysteme werden auf insgesamt 2,5 km langen Förderbändern bis zu 20 Tonnen Verpackungen pro Stunde erfasst und die Inhalte der Gelben Säcke bzw. Gelben Tonne in 24 verschiedene Kunststoff- und Metallfraktionen getrennt. Damit wird eine hochpräzise Sortierung auch bei gemischter Sammlung möglich“, so Jürgen Secklehner, Geschäftsleitung TriPlast.

Gefahr durch Fehlwürfe

Secklehner weist auf die  Probleme durch Fehlwürfe hin. „Es gibt nichts, was es in den Gelben Säcken nicht gibt“, erklärt er:  Granaten, Eisenkugeln, Spielzeug, Akkus, Propangasflaschen und Kunsstoff-Artikel, die keine Verpackungen sind, finden sich in den Gelben Säcken. Im Triplast-Büro habe Triplast-Angestellte eine große Sammlung an Quietschenten angelegt. Alle als Fehlwürfe im Gelben Sack vorgefunden.

 Die Fehlwürfe sind auch gefährlich. Im November gab es einen Brand, der enorme Schäden verursachte – ausgelöst durch einen Akku im Gelben Sack.

Trimodale Anbindung: Straße, Bahn, Schiff

„Der Standort am oberösterreichischen Ennshafen erlaubt eine trimodale Anbindung per LKW, Schiene und Schiff. Der Anlagenverbund am Standort ermöglicht eine autarke Versorgung mit nachhaltiger Energie. Dadurch stellen wir emissionsarm und klimafreundlich Sekundärrohstoffe für eine gelungene Kreislaufwirtschaft zur Verfügung und übernehmen gemeinsam Verantwortung für unsere Umwelt und die kommenden Generationen“, betont Kurt Bernegger, Geschäftsleitung Bernegger GmbH.


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