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TRAUN. Der Gastronomie-Großhändler Transgourmet Österreich hat 2025 einen Netto-Umsatz von 910,2 Millionen Euro erzielt – ein Plus von 1,6 Prozent beziehungsweise rund 14,5 Millionen Euro. Für die beiden Geschäftsführer Thomas Panholzer und Manfred Hayböck ist das „ein starkes Ergebnis“ in einem „durchwegs herausfordernden Jahr“.

Transgourmet setzte 2025 910 Millionen Euro in Österreich um. (Foto: Stefan Sappert)
Transgourmet setzte 2025 910 Millionen Euro in Österreich um. (Foto: Stefan Sappert)

Preisdruck, steigende Kosten und zurückhaltende Gäste hätten viele Gastronomiebetriebe zum Sparen gezwungen. „Zweitausendfünfundzwanzig war für viele Gastronomiebetriebe ein Jahr der Zurückhaltung und des Kalkulierens. Umso wichtiger sind Verlässlichkeit, Nähe und Lösungen, die im Alltag wirklich helfen“, sagt Panholzer. Gegen Jahresende habe das Geschäft deutlich angezogen.

Sieben von zehn Euro setzt das Unternehmen inzwischen in der Zustellung um. „Das zeigt, wie stark sich die Branche in Richtung Serviceorientierung entwickelt“, so die Geschäftsführer. Insgesamt betreibt Transgourmet 17 Abhol- und Zustellstandorte in Österreich, beschäftigt 2.195 Mitarbeitende – darunter 70 Lehrlinge – und beliefert mehr als 86.000 Kunden.

„Bio“ sorgt für Umsatz

Im Sortiment zeigt sich der Spardruck deutlich: Günstigere Produkte und Eigenmarken gewinnen an Bedeutung. Die Eigenmarke Economy legte um 23 Prozent zu. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach Bio- und nachhaltigen Produkten hoch. Die Bio-Umsätze stiegen um mehr als zwölf Prozent, die Bio-Eigenmarke Natura wuchs um fast 22 Prozent.

Weitere Investitionen in Millionenhöhe

Investiert wurde dennoch kräftig: 50 Millionen Euro flossen vergangenes Jahr in den Standort Österreich, heuer ist ein weiterer zweistelliger Millionenbetrag geplant. Im Herbst soll ein neuer Zustellstandort in Innsbruck-Kematen eröffnen. Der geplante Standort Wien-West wurde hingegen aufgegeben. „In Zeiten wirtschaftlicher Abschwächung brauchen Standorte Mut, Investitionen und Perspektiven – keine Blockaden“, sagt Panholzer. Rund 250 Arbeitsplätze seien dadurch nicht realisiert worden.

Klimafreundlichere Logistik

Auch in Nachhaltigkeit wurde investiert, unter anderem in Elektro-LKW und Klimatechnik. Dafür erhielt das Unternehmen als erster heimischer Lebensmittel-Großhändler die EcoVadis-Bronze-Medaille.

Für 2026 erwartet man ein weiterhin „forderndes“ Umfeld. Der Trend zu preisgünstigen und zeitsparenden Produkten halte an. Man wolle „Stärken stärken“ – mit mehr Zustellung, einem ausgebauten Preiseinstiegssegment und Lösungen, die Betrieben Arbeit abnehmen.


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