Artenhof in Piberbach für Staatspreis für Klimawandelanpassung nominiert
PIBERBACH. Mit dem „CliA“ wird seit 2024 der Österreichische Staatspreis für Klimawandelanpassung vergeben. Die Auszeichnung holt vorbildhafte Projekte vor den Vorhang und soll Anpassung als zweite Säule der Klimapolitik stärken. Ein Hof in Piberbach zeigt, wie Klimaanpassung konkret aussehen kann – und ist dafür unter den Nominierten.

In der Kategorie „Klimawandelanpassung im Unternehmen“ ist heuer der Artenhof von Lukas Schützenhofer in Piberbach nominiert. Der Betrieb reagiert auf Hitze, Trockenperioden und extreme Wetterereignisse mit einem umfassenden Anpassungskonzept.
Regenwasser wird gezielt in der Landschaft gespeichert, Grundwasserreserven werden regeneriert und Verdunstungskühlung genutzt. Ein mehrschichtiger, essbarer Waldgarten dient als natürliches Kühlsystem: Bäume wirken als „stehendes Wasser“, Mulchen reduziert die Verdunstung, Totholz erhöht die Speicherfähigkeit des Bodens. Gefördert werden hitze- und trockenheitstolerante Arten wie Walnuss, Haselnuss, Luzerne und Flockenblumen.
Teiche sind so angelegt, dass sie Starkregen aufnehmen können, zugleich sorgen Beschattung und durchdachte Planung für besseren Schutz der Tiere vor Überhitzung. Ergänzt wird das Konzept durch eine ausfallsichere Energieversorgung, damit Produktion und Betrieb auch bei Extremwetter stabil bleiben.
Mit diesen Maßnahmen will der Hof Ernährungssicherheit, Biodiversität und das lokale Mikroklima stärken – und zugleich als Modell für andere Betriebe und Gemeinden dienen.
Bis 5. März kann unter www.staatspreis-anpassung.at/voting für die besten Projekte zur Klimawandelanpassung abgestimmt werden. Jede Stimme entscheidet mit, welche Nominierungen den Staatspreis erhalten.


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