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TRAUN. Der Gemeinderat hat am 26. Februar das Budget 2026 der Stadt Traun mehrheitlich beschlossen. Trotz angespannter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weist der Voranschlag mit rund 90 Millionen Euro ein positives Ergebnis auf: Die Einnahmen sollen die Ausgaben um 800.000 Euro übersteigen.

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen beschloss der Trauner Gemeinderat mehrheitlich ein ausgeglichenes 90 Millionen Euro Budget. (Foto: www.jochenlorenz.at)

Bürgermeister Karl-Heinz Koll spricht von einem „ausgeglichenen, stabilen Budget“ und dankte der Finanzverwaltung sowie allen Beteiligten für die Erstellung. Auch bis 2030 werde ein positives Ergebnis aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwartet, wodurch Investitionen möglich blieben.

Schwerpunkte setzt die Stadt 2026 unter anderem bei Schulen und Kinderbetreuung (3,2 Millionen Euro), der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED (1,5 Millionen), dem Umbau des Wirtschaftshofes (1,3 Millionen) sowie bei der Sanierung von Schloss Traun (700.000 Euro). Weitere Mittel fließen in Straßensanierungen, Innenstadtentwicklung, Feuerwehr, Radwege, Zentralküche und Mobilitätskonzept. Bis 2030 sind Investitionen von insgesamt 79 Millionen Euro geplant, unter anderem für Infrastruktur und eine neue Rot-Kreuz-Zentrale.

Mit den Vorhaben steigt allerdings auch die Verschuldung: Die Pro-Kopf-Verschuldung soll von rund 500 Euro auf etwa 1.200 Euro im Jahr 2030 anwachsen. Damit liege Traun laut Stadt weiterhin unter dem oberösterreichischen und österreichweiten Durchschnitt.

Historisches „Nein“

Erstmals seit Bestehen der Zweiten Republik stimmte die SPÖ Traun einem Budget nicht zu. Der Voranschlag wurde von FPÖ, ÖVP und BPT getragen, SPÖ und Grüne verweigerten die Zustimmung. Die SPÖ begründet ihr Nein unter anderem mit fix eingeplanten Grundstücksverkäufen ab 2027, der vollständigen Auflösung von Rücklagen und geplanten Darlehensaufnahmen von rund 28 Millionen Euro. Auch die angenommene 70-prozentige Förderung für das Hallenbad sei nicht verbindlich zugesagt.

Man sehe die Gefahr steigender Fixkosten und geringerer Spielräume für künftige Gemeinderäte sowie für freiwillige Leistungen in den Bereichen Vereine, Kultur, Jugend und Sport. Mit der Ablehnung wolle man „Verantwortung für die Traunerinnen und Trauner“ übernehmen und langfristige finanzielle Stabilität sichern.

Die mehrheitliche Enthaltung der Grünen Traun wird damit begründet, kein Vertrauen mehr zu haben, dass die geplanten aber von Jahr zu Jahr verschobenen Projekte für Radfahrer und Fußgänger endlich umgesetzt werden. Außerdem können sie den teilweisen Verbau des Schulgartens der VS St. Dionysen nicht unterstützen, es hätte bessere Alternativen laut ihnen bessere Alternativen gegeben. 


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