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LINZ-LAND. Im Bezirk ist die Zahl der Insolvenzen im ersten Quartal 2026 gestiegen. Laut aktueller Statistik des KSV1870 mussten 34 Unternehmen Insolvenz anmelden – ein Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (31 Fälle). Deutlich stärker fiel der Anstieg bei den Privatinsolvenzen aus: 51 eröffnete Verfahren bedeuten ein Plus von 27,5 Prozent im Vergleich zu 2025 mit 40 Fällen. Damit liegt Linz-Land über dem landesweiten Trend in Oberösterreich.

  1 / 2   Steigende Insolvenzen: Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Linz-Land einen Anstieg der Unternehmens- und Privatinsolvenzen, der über dem Landesschnitt liegt. (Foto: playstuff-stock.adobe.com)

Bei den Unternehmensinsolvenzen wurden im ersten Quartal 25 Verfahren eröffnet – sieben mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig gab es neun Fälle, die mangels Kostendeckung gar nicht eröffnet wurden. „Wenn die Anzahl der nicht eröffneten Verfahren steigt, steigen die finanziellen Verluste der Gläubiger noch weiter“, erklärt Petra Wögerbauer, Leiterin KSV1870 Region Nord. Eine geordnete Aufarbeitung sei meist erst durch ein eröffnetes Verfahren möglich.

Als Ursachen nennt der KSV1870 anhaltend hohe Kosten, schwache Nachfrage und das wirtschaftliche Umfeld. Besonders energieintensive Betriebe stünden weiter unter Druck. Auch bei privaten Haushalten machen sich steigende Lebenshaltungskosten bemerkbar, viele geraten zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten.

Die Entwicklung im Bezirk fällt damit ungünstiger aus als im Bundesland insgesamt. In Oberösterreich stiegen die Unternehmensinsolvenzen zwar ebenfalls, jedoch moderater. Bei den Privatinsolvenzen lag das Plus landesweit bei rund 4,2 Prozent.

Für die kommenden Monate rechnet der KSV1870 mit keiner raschen Entspannung. „Insofern müssen wir mit einer Zunahme bei den Privatkonkursen rechnen, insbesondere für einkommensschwächere Haushalte“, so Wögerbauer. Auch politische Entscheidungen – etwa zur künftigen Entschuldungsdauer – könnten die Zahlen zusätzlich beeinflussen.


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