Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NEUHOFEN. Ein neu gegründetes Unternehmen aus Neuhofen an der Krems will Cyberangriffe mit einem ungewöhnlichen Ansatz erschweren: Statt Angriffe nur zu erkennen, setzt AIRGAPNET auf die physische Trennung von Netzwerkverbindungen. Für die Weiterentwicklung der Technologie konnte das Startup bereits ein siebenstelliges Investment sichern.

Ein neuartiges Gerät von AIRGAPNET ermöglicht die physische Trennung von Netzwerkverbindungen, um Cyberangriffe zu erschweren. (Foto: AIRGAPNET GmbH)

Mit der Gründung der AIRGAPNET GmbH ist in Neuhofen an der Krems ein neues Unternehmen im Bereich Cybersicherheit entstanden. Das Gründerteam rund um Markus Roth, Sergey Shelenkov, Florian Mihalits und Peter Ziehesberger setzt dabei auf eine patentierte Technologie, die Netzwerkverbindungen physisch trennt und damit potenzielle Angriffsflächen reduzieren soll.

Physische Trennung statt digitale Abwehr

Während klassische Sicherheitslösungen wie Firewalls oder Virenschutzprogramme Angriffe erkennen und abwehren sollen, verfolgt AIRGAPNET einen anderen Ansatz. Netzwerkverbindungen werden nur dann hergestellt, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Das Unternehmen beschreibt dieses Prinzip als „Online when needed“ statt „Always online“.

Hintergrund ist die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe. Besonders sogenannte Zero-Day-Schwachstellen, für die noch keine Sicherheitsupdates existieren, stellen Unternehmen vor Herausforderungen. „Die Anzahl neuer Schwachstellen steigt rasant. Gleichzeitig verkürzt KI die Zeit zwischen dem Finden einer Schwachstelle und ihrer aktiven Ausnutzung drastisch“, erklärt Mitgründer und Geschäftsführer Markus Roth.

Die Technologie richtet sich vor allem an Unternehmen, Industriebetriebe und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Sie soll unter anderem Backup-Systeme, Fernwartungszugänge oder industrielle Steuerungen zusätzlich absichern und bestehende Sicherheitsmaßnahmen ergänzen.

Kapital für Wachstum und Expansion

Zeitgleich mit der Unternehmensgründung konnte AIRGAPNET ein siebenstelliges Investment einwerben. Das Kapital soll in den Ausbau der Produktion, die Produktentwicklung sowie den internationalen Vertrieb fließen. Angaben zum Investor wurden nicht gemacht.

Mitgründer Sergey Shelenkov sieht darin einen ergänzenden Ansatz zur klassischen IT-Sicherheit: „Wenn eine Verbindung nicht existiert, ist ein Angriff auf sie chancenlos. Genau diese Einfachheit macht unsere Technologie so wirkungsvoll.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Rosenbauer aus Leonding steigert Umsatz und Ergebnis

Rosenbauer aus Leonding steigert Umsatz und Ergebnis

LEONDING. Der Feuerwehrfahrzeug- und Brandschutzkonzern Rosenbauer hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Das Unternehmen ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Neue Radwegverbindung in Pucking offiziell eröffnet

Neue Radwegverbindung in Pucking offiziell eröffnet

PUCKING. Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Radwegverbindung von Alt Sammersdorf zum Radweg R4 wurde ein wichtiges Infrastrukturprojekt ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
McDonald’s Allhaming unter neuer Leitung

McDonald’s Allhaming unter neuer Leitung

ALLHAMING. Seit Samstag, 1. August, führt Ernst Wöber das McDonald’s-Restaurant in Allhaming. Nach seinem Standort in Sankt Georgen im Attergau ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Ennser Glaserei Bodingbauer feiert 130 Jahre

Ennser Glaserei Bodingbauer feiert 130 Jahre

ENNS. Ein besonderes Jubiläum feiert die Glas Bodingbauer GmbH: Das Traditionsunternehmen blickt auf eine 130-jährige Firmengeschichte zurück. ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Werkseröffnung in den Vereinigten Staaten stärkt Netzwerk von Trench Austria

Werkseröffnung in den Vereinigten Staaten stärkt Netzwerk von Trench Austria

LEONDING. Die Trench Group hat in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina ihr erstes Werk für Hochspannungs-Transformatordurchführungen ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Hörschinger Frächter Reder stellt sich neu auf

Hörschinger Frächter Reder stellt sich neu auf

HÖRSCHING. Der Hörschinger Traditionsfrächter REDER tritt seit Jahresbeginn als REDER Transportlogistik++ auf. Nun erhalten die REDER TRANSPORTE ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Weitere Beiträge