Werkseröffnung in den Vereinigten Staaten stärkt Netzwerk von Trench Austria
LEONDING. Die Trench Group hat in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina ihr erstes Werk für Hochspannungs-Transformatordurchführungen eröffnet. Der Ausbau stärkt das weltweite Produktionsnetzwerk des Konzerns. Davon profitiert indirekt auch Trench Austria mit Sitz in Leonding.

Mehr als 60 Millionen US-Dollar investierte die Trench Group in den neuen Standort. Auf einer Fläche von rund 16.000 Quadratmetern sollen Hochspannungs-Transformatordurchführungen für Spannungen zwischen 25 und 765 Kilovolt hergestellt werden. Bis 2030 sollen in Charlotte bis zu 140 Arbeitsplätze in der Fertigung und Entwicklung entstehen.
Die Produktionskapazität könnte von ursprünglich geplanten 3.500 auf bis zu 10.000 Durchführungen pro Jahr steigen. Die ersten Produkte sollen bis Ende 2026 ausgeliefert werden. Nach Angaben des Unternehmens reagiert die Trench Group damit auf den wachsenden Energiebedarf und den notwendigen Ausbau des nordamerikanischen Stromnetzes.
Österreichischer Standort produziert Drosseln und Erdschlusslöschspulen
Die Eröffnung des Werks spielt auch für das weltweite 765-Kilovolt-Portfolio der Trench Group eine wichtige Rolle. Dieses umfasst unter anderem Durchführungen, Messwandler, Spulen und Drosseln. Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien sollen Schnittstellenrisiken verringert und die Zuverlässigkeit komplexer Höchstspannungssysteme verbessert werden.
Trench Austria in Leonding produziert innerhalb dieses globalen Netzwerks Drosseln und Erdschlusslöschspulen. Die aktuelle Erweiterung in Charlotte betrifft zwar ausschließlich die Herstellung von Durchführungen, weshalb Mitarbeiter von Trench Austria nicht direkt daran beteiligt waren. Der österreichische Standort profitiert jedoch indirekt von der stärkeren weltweiten Präsenz und dem Ausbau des internationalen Produktionsnetzwerks.
System aus Österreich nach Kalifornien geliefert
Ein Beispiel für die internationale Zusammenarbeit ist das ARCC-System von Trench Austria. Dieses wurde vor Kurzem für ein Projekt nach Kalifornien geliefert und soll dazu beitragen, Waldbrände einzudämmen, die durch elektrische Fehler ausgelöst werden können.
Die Trench Group bündelt ihre Produkte und Technologien unter drei historisch gewachsenen Markennamen: Trench, HSP und Enerlux. Das neue Werk in Charlotte wird von HSP US betrieben. Es ist die erste Produktionsstätte der Trench Group in den Vereinigten Staaten.
Wachsende Nachfrage in Nordamerika
Im ersten Halbjahr 2026 entfiel laut Unternehmen rund die Hälfte des Auftragseingangs auf Nordamerika. Seit 2024 sei der Auftragseingang in der Region um fast 400 Prozent gestiegen. Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist der Ausbau von Übertragungsnetzen für große Strommengen über weite Entfernungen.
Die Trench Group beschäftigt weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter und betreibt elf Werke in acht Ländern auf vier Kontinenten. Bis 2030 soll die Zahl der Mitarbeiter auf 4.000 steigen.








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