Traun plant ein neues Verkehrskonzept
TRAUN. Weniger Individualverkehr, sichere Wege für Radfahrer und Fußgänger und ein genauer Blick auf neue Bauprojekte: Diese Ziele soll Trauns neues Verkehrs- und Mobilitätskonzept verfolgen. Voraussichtlich noch heuer ist im Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss zum Start vorgesehen. Das bisherige Konzept stammt aus dem Jahr 1994.

Die Stadt will die Verkehrsplanung gemeinsam mit einem externen Verkehrsplaner an die heutigen Gegebenheiten anpassen. Als Grundlage liegen bereits Verkehrszählungen des Landes Oberösterreich aus dem Jahr 2022, eigene Messungen der Trauner Stadtpolizei sowie Ergebnisse der Wohnbaupotentialanalyse und der großen Bürgerbefragung vor. Diese Daten sollen nun ausgewertet werden. Bürgermeister Karl-Heinz Koll sagt dazu: „Wir wissen, dass hier viel angekündigt wurde und die Menschen zu Recht Fortschritte erwarten.“
Sichere Wege und weniger Individualverkehr
Der Planungsprozess ist in zwei Schritte gegliedert. Zunächst sollen der externe Verkehrsexperte und die Stadt die vorhandenen Daten analysieren und übergeordnete Ziele festlegen. Dazu gehören die Senkung des Individualverkehrs und mehr Radfahrer und Fußgänger durch sichere und attraktive Infrastruktur.
Auch geplante Bauprojekte sollen in die Überlegungen einfließen. Dabei geht es um realistische Prognosen, wie diese mit dem künftigen Verkehrsaufkommen vereinbar sind. Wohnen, Verkehr und soziale Infrastruktur sollen nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Das Konzept soll sowohl die Verkehrslenkung durch das Stadtgebiet als auch die gesetzlich vorgeschriebenen Stellplatzregelungen berücksichtigen.
Konkrete Maßnahmen als nächster Schritt
Im zweiten Schritt soll ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, der die Umsetzung des Konzepts ermöglicht. Vor dem geplanten Grundsatzbeschluss im Gemeinderat wird das Thema in den zuständigen Gremien diskutiert und vorbereitet. „Es wird schon lange darüber geredet und jetzt ist es an der Zeit, dass wir von der Diskussion ins Handeln kommen“, sagt Koll.
Die Forderung nach einem neuen Verkehrskonzept wird in Traun seit Jahren von verschiedenen politischen Seiten erhoben. Koll betont: „Ein Mobilitäts- und Verkehrskonzept muss ganzheitlich und umfassend gedacht werden.“ Entscheidend sei dabei nicht allein die Datensammlung: „Es geht nicht nur darum, Daten zu sammeln, sondern klare Ziele zu setzen.“








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