Bilanz 2017: weniger Verkehrstote in Oberösterreich als im Jahr 2016
LINZ. Die Zahl der Verkehrstoten ist in Oberösterreich im Vorjahr zum ersten Mal seit drei Jahren wieder gesunken, so das Bundesministerium für Inneres (BMI). In Linz ist die Anzahl der Verkehrstoten gleich wie 2016.

81 Todesopfer gab es auf Oberösterreichs Straßen im Jahr 2017. Das sind um neun weniger als im Jahr 2016. Die Zahl der Verkehrstoten war nur im Jahr 2014 niedriger als im Vorjahr, macht der VCÖ aufmerksam. Im Jahr 2014 wurden 75 Menschen (laut Zahlen des BMI) bei Verkehrsunfällen getötet.
Wenig Tote in Linz
Regional sind die Unterschiede in Oberösterreich groß. Die meisten Verkehrstoten – je neun – waren in den Bezirken Braunau und Kirchdorf zu beklagen. In Linz starben 2017 vier Personen bei Verkehrsunfällen. Das sind genausoviele wie 2016. 2015 gab es in Linz sieben Tote im Straßenverkehr. Doch nicht nur in Oberösterreich, auch österreichweit ging die Zahl der Verkehrstoten zurück. Aber mit 413 Verkehrstoten ist die Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten hoch, betont der VCÖ. So wurden in Österreich im Vorjahr im Straßenverkehr fast doppelt so viele Menschen getötet wie in der Schweiz.
Ablenkung als häufigste Unfallursache
Die Hauptursachen für die todlichen Unfälle sind Unachtsamkeit bzw. Ablenkung (rund 36 Prozent in OÖ) und überhöhte Geschwindigkeit (circa 22 Prozent). „Die Schweiz geht konsequenter gegen Schnellfahren vor. Es gibt beim Überschreiten von Tempolimits de facto keine Toleranz und wer 20 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, zahlt umgerechnet mehr als 150 Euro, das ist fünfmal so hoch wie in Österreich“, erklärt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Rund 44 Prozent der oberösterreichischen Todesopfer waren Autofahrer, 17 Prozent Fußgänger, 15 Prozent Motorradfahrer.


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