Missglückt: Messerangreifer wollte mit Zivilstreife flüchten
LINZ. Kurioser Vorfall bei der Linzer Polizei: Ein mit einem Messer bewaffneter Mann sprang, wohl um damit zu flüchten, in ein vorbeikommendes Auto. Aber: Dabei handelte es sich um eine zivile Polizeistreife. Der 19-Jährige hatte, wie sich später herausstellte, einen Landsmann mit dem Messer verletzt, berichtet die Polizei.

Um kurz nach Mitternacht am 18. August waren nach einem Notruf mehrere Polizeistreifen in der Gegend um den Volksgarten und das Musiktheater unterwegs, um nach einem mit einem Messer bewaffneten Mann zu fahnden. Eine Zivilstreife befand sich auf der Wiener Straße und fuhr von der Unionkreuzung Richtung Musiktheater. Plötzlich lief ein Mann auf die Fahrbahn und gab den Polizisten mit Handzeichen zu erkennen, dass sie stehen bleiben sollten. Mit Messer bewaffnet ins Auto Die Polizisten hielten an - der Mann sprang ins Auto. Obwohl er sich mit aller Kraft wehrte, konnten die Beamten die Türe wieder öffnen, den 19-Jährigen aus dem Auto holen und am Boden fixieren. Dabei bemerkten sie auch ein Messer in dessen rechter Hand. In der Zwischenzeit kam ein Zeuge dazu, der angab, dass der 19-Jährige zuvor jemanden niedergestochen habe - was kurz darauf bestätigt wurde, weil ein 28-jähriger Afghane aus Linz mit Stichverletzungen im Oberkörper ebenfalls noch dazu kam. Motiv: Drogenhandel Der 19-jährige Afghane wurde festgenommen und ins Linzer Polizeianhaltezentrum eingeliefert. Der Verletzte wird im Spital behandelt. Laut aktuellem Ermittlungsstand dürfte der Grund für die Messerattacke gewesen sein, dass das Opfer dem Beschuldigten mitgeteilt habe, ihn bei der Polizei wegen eines Drogenverkaufs zu verraten.


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