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85 Festnahmen nach Polizei-Schwerpunktaktion am Hotspot Kremplstraße Linz 

Online Redaktion, 20.03.2026 12:39

LINZ. Die Polizei hat in Linz in monatelangen Ermittlungen einen großen Schlag gegen die Drogenszene rund um die Kremplstraße gesetzt – mit zahlreichen Festnahmen und sichergestellten Suchtmitteln. „Mit diesem Erfolg ist uns ein großer Schlag gegen die organisierte Drogenkriminalität in Linz gelungen“, so Landespolizeidirektor Andreas Pilsl am Freitag. 

  1 / 2   Simon Kreutzer vom Stadtpolizeikommando Linz, Landespolizeidirektor Andreas Pilsl sowie Staatsanwältin Ulrike Breiteneder (v. l.) am Freitag vor Presse. (Foto: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR)

Durch das zuständige Kriminalreferat wurde im September 2025 ein umfassender, strategisch geplanter Schwerpunkt zur Kremplstraße Linz gestartet. „Ziel war es, die dort gewachsenen Strukturen nachhaltig zu zerschlagen und die Sicherheit im betroffenen Stadtgebiet spürbar zu erhöhen.“ Es wurde in den vergangenen Monaten offen und auch verdeckt ermittelt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. 

Die Bilanz: 85 Beschuldigte wurden bislang festgenommen, gegen zehn weitere bestehen Festnahmeanordnungen der Staatsanwaltschaft Linz.

Auch Geldwäscherei und Raubdelikte

Neben Suchtmitteldelikten wurden auch zahlreiche weitere Straftaten angezeigt. Darunter befinden sich unter anderem acht Fälle von Geldwäscherei, zwei Raubdelikte, acht Einbruchsdiebstähle sowie Fälle von gefährlicher Drohung und Körperverletzung.

Zusätzlich stellte die Polizei auch rund 65.000 Euro Bargeld, 49 Mobiltelefone, mehrere Laptops und Tablets, einen PKW, Identitätsdokumente und Wertgegenstände sicher. „Weiters konnte umfangreiches Diebesgut, darunter Fahrräder, E-Scooter, Notebooks sowie diverse Handelswaren, aufgefunden und sichergestellt werden“, heißt es. 

Mehrere Einheiten in Zusammenarbeit

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war laut Polizei die enge Zusammenarbeit verschiedener Einheiten. „Vom uniformierten Streifendienst über spezialisierte Ermittlungsgruppen bis hin zu unterstützenden Fach- und Analyseeinheiten griff das gesamte polizeiliche Spektrum ineinander. Durch die abgestimmte Vorgangsweise, den kontinuierlichen Informationsaustausch sowie das gemeinsame operative Vorgehen konnte ein besonders wirkungsvoller und nachhaltiger Ermittlungserfolg erzielt werden.“

„Deutliche Schwächung der lokalen Drogenszene“

Die Maßnahmen hätten laut Behörden zu einer deutlichen Schwächung der lokalen Drogenszene geführt. Besonders die konsequente Sicherstellung von Vermögenswerten soll verhindern, dass kriminelle Gewinne erneut in Straftaten investiert werden.

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl betont die Bedeutung des Einsatzes am Freitag vor Presse: „Mit diesem Erfolg ist uns ein großer Schlag gegen die organisierte Drogenkriminalität in Linz gelungen. Der Bereich rund um die Kremplstraße war einer der großen Hotspots in diesem Bereich. Mein großer Dank gilt allen eingesetzten Kolleginnen und Kollegen, der Staatsanwaltschaft Linz und dem Linzer Magistrat für die hervorragende Zusammenarbeit.“

Sicherheitsstadtrat dankt für Einsatz

„Gerade dort, wo sich Problemzonen entwickeln, ist ein frühzeitiges und dauerhaftes Gegensteuern notwendig. Gerade das Gebiet rund um das Kremplhochhaus ist aufgrund von drei benachbarten Berufsschulen besonders sensibel. Hier geht es ganz klar darum, unsere Jugend vor Drogen zu schützen und kriminelle Strukturen zurückzudrängen. Dafür braucht es dauerhaft starken Kontrolldruck und klare Präsenz vor Ort“, dankt Sicherheits-Stadtrat Michael Raml (FPÖ) für den Einsatz der Polizei. Er spricht sich für eine Verlängerung der bestehende Schutzzone dort aus. Zudem erneuert Raml seine Forderung nach Videoüberwachung rund um das betroffene Gebiet sowie an weiteren neuralgischen Plätzen und Öffi-Haltestellen in Linz. 


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