Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Polizei warnt vor Diebstählen durch Pflegekräfte im privaten Umfeld

Online Redaktion, 21.04.2026 08:32

OBERÖSTERREICH. In mehreren oberösterreichischen Haushalten ist es in den vergangenen Monaten zu Diebstählen durch Pflegekräfte gekommen.

Symbolfoto: Aron M - Austria-stock.adobe.com
Symbolfoto: Aron M - Austria-stock.adobe.com

Das Landeskriminalamt Oberösterreich verzeichnete zwischen Oktober 2025 und März 2026 insgesamt sechs angezeigte Diebstähle, bei denen Pflegekräfte im häuslichen Bereich im Verdacht stehen, Bargeld oder Wertgegenstände entwendet zu haben.

Die Kriminalprävention betont, dass es nicht darum geht, eine ganze Berufsgruppe zu verdächtigen, sondern durch einfache Schutzmaßnahmen Konflikte, Missverständnisse und unbegründete Beschuldigungen möglichst zu vermeiden.

Nur seriöse Agenturen

Als grundlegende Maßnahme empfehlen die Experten, nur seriöse Vermittlungsagenturen mit der Organisation von Pflegepersonal zu beauftragen. Diese sollten ihre Mitarbeiter im Vorfeld überprüfen und Referenzen einholen.

Bereits zu Beginn des Pflegeverhältnisses sollte das Thema Wertsachen, Geldverwaltung und Vertrauen offen angesprochen werden, um klare Spielregeln zu schaffen. Für Situationen, in denen Pflegekräfte Zugriff auf Geld für Einkäufe oder Apothekenbesuche haben, rät das Landeskriminalamt zu größtmöglicher Transparenz.

Kassenbuch führen

Bewährt hat sich ein Kassenbuch, in dem alle Beträge eingetragen werden. Zusätzlich sollen Belege gesammelt und Abläufe eindeutig festgelegt werden. Angehörige sollten regelmäßig kontrollieren, die Aufzeichnungen durchsehen und als Vertrauenspersonen im Umfeld präsent sein.

Wenig Bargeld, Wertschätze verschließen

Grundsätzlich wird empfohlen, keine hohen Bargeldbeträge in Wohnräumen aufzubewahren. Bargeld, Gold und wertvoller Schmuck sollten, wenn möglich, nicht frei zugänglich in der Wohnung liegen. Ist eine Aufbewahrung zu Hause erforderlich, sollten diese Vermögenswerte in einem sicheren Tresor verwahrt werden.

Für höherwertige Gegenstände wie Kunstwerke, Skulpturen oder vergleichbare Objekte wird ein Inventarverzeichnis angeraten. Dieses sollte um eine Fotodokumentation ergänzt werden, damit im Anlassfall eine eindeutige Zuordnung der Stücke möglich ist und fehlende Gegenstände rasch erkannt werden können.

Zugangsdaten schützen

Ein besonderes Augenmerk soll auch auf Zugangsdaten gelegt werden. Persönliche Identifikationsnummern, Kennwörter und Bankdaten dürfen nicht offen zugänglich im Wohnbereich aufbewahrt werden. Vollmachten sowie der Zugang zu Online-Banking sollten nur sehr eingeschränkt vergeben und regelmäßig überprüft werden.

Kommt es zu Auffälligkeiten, etwa wenn Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände plötzlich fehlen, raten die Kriminalbeamten, diese Wahrnehmungen ernst zu nehmen. Verdachtsmomente sollten sorgfältig dokumentiert werden. Wichtig ist eine genaue Aufstellung, was seit wann vermisst wird und wer in diesem Zeitraum Zugang zu den Räumen hatte.

Sofort Anzeige erstatten

Besteht der Verdacht einer Straftat, empfiehlt das Landeskriminalamt, umgehend Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Fehlen zudem Bankkarten, müssen diese sofort über die zuständigen Stellen gesperrt werden, um unberechtigte Abhebungen oder Zahlungen zu verhindern. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden