LINZ. Im Raum Linz verzeichnen die Behörden derzeit eine Häufung von Legionellen-Erkrankungen. Während die Ursachenforschung auf Hochtouren läuft, wurden bereits umfangreiche Wasserproben entnommen.
Die Gesundheitsbehörden melden aus Linz eine auffällige Häufung von Infektionen mit Legionellen. Seit Kalenderwoche 30 wurden in Oberösterreich insgesamt 20 Fälle registriert, wobei allein 15 davon auf den Raum Linz entfallen. Zusätzlich erkrankten zwei Personen im Ausland, die sich während des relevanten Zeitraums in der Landeshauptstadt aufgehalten hatten. Ob es sich um eine zufällige Clusterbildung handelt oder ein gemeinsamer Ursprung vorliegt, ist derzeit noch unklar. Der Magistrat Linz arbeitet gemeinsam mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit mit Hochdruck an der Aufklärung. Bereits wurden zahlreiche Proben, insbesondere aus Kühltürmen und anderen wasserführenden Systemen, entnommen. Da die laboranalytische Untersuchung der Bakterien zeitintensiv ist, werden Ergebnisse erst in einigen Tagen erwartet. Legionellen kommen natürlicherweise im Wasser vor, können sich jedoch in Warmwasserversorgungen großer Gebäude oder in künstlichen Systemen wie Whirlpools, Springbrunnen und Klimaanlagen stark vermehren. Eine Ansteckung erfolgt durch das Einatmen von bakterienhaltigem Wassernebel, nicht jedoch durch das Trinken von Wasser oder von Mensch zu Mensch. Die Erreger können die sogenannte Legionärskrankheit, eine schwere Lungenentzündung, auslösen, die eine antibiotische Behandlung erfordert. Leichtere Verlaufsformen ohne Lungenentzündung werden als Pontiac-Fieber bezeichnet. Besonders gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem, chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucher.
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