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PSF Big Band: Vom Freizeit-Vergnügen zum Aushängeschild
Linz. Die PSF Big Band füllt jedes Jahr mit insgesamt rund 1500 Besuchern an drei Terminen die Aula der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. Was sich ursprünglich rein aus der Lust an Pop(ular) Musik gebildet hat, ist mittlerweile ein wichtiges Aushängeschild der Hochschule. Josef Matschenko leitete die Big Band bislang. Mit dem neuen Programm (R)Evolution – Back to the future vollzieht sich auch ein Generationenwechsel in der Führungsriege. Rainer Lanzerstorfer übernimmt die Leitung des Ensembles. Der gebürtige Sarleinsbacher und Vollblut-Musiker blickt im Interview mit Tips zurück – und in die Zukunft.
Tips: Herr Lanzerstorfer, seit wann gibt es die PSF-Big Band eigentlich?Rainer Lanzerstorfer: Seit 17 Jahren existiert die Big Band der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. Gegründet wurde sie von Josef „Joe“ Matschenko. Er war die prägende Figur, die in den letzten Jahren die Strukturen geformt hat – und er wird mir auch künftig noch als Ansprechpartner und Berater zur Seite stehen. Tips: Haben Sie Pläne, in diese Strukturen einzugreifen, sie zu verändern?Lanzerstorfer: Ich sehe durchaus Potenzial, weil es Möglichkeiten gibt, die Big Band noch mehr ins Studium zu integrieren. Die Band ist mittlerweile ein wichtiges Aushängeschild für unsere Hochschule, wir sind immerhin die einzige, die sich so eine Big Band leistet. Tips: Hat Oberösterreich etwa eine Art Vorreiterrolle in der Musik-Pädagogik?Lanzerstorfer: Wir haben insofern eine Art Sonderstellung, als dass Oberösterreich das einzige Bundesland ist, in dem die Musiklehrerausbildung nicht an die Universitäten gegangen ist. Tips: Wie hat sich denn die Big Band selbst in den vergangenen Jahren entwickelt?Lanzerstorfer: Eine der wichtigsten Entwicklungen ist, dass wir fast vollständig von reinen Instrumental-Nummern abgekommen sind. Wir haben ein Vocal-Group mit 15 bis 20 Mitgliedern, 90 Prozent sind Frauen. Diese Vocal Group ist mittlerweile ein wesentlicher Teil der Show, von uns ausgewählte Musikstücke werden eigens für dieses Ensemble umgeschrieben. Wir hatten in der Vergangenheit Programme mit Film-Musik, gerade im vergangenen Jahr war es „Musical“, da spielt sich fast alles im Vocal-Bereich ab. Auch hier gibt es übrigens eine Neubesetzung in der Führungs-Riege: Die PSF Vocal Group wird künftig von Marianne Gappmaier und Jutta Diendorfer geleitet. Tips: Wie sieht ihre eigene (musikalische) Laufbahn aus?Lanzerstorfer: Ich bin Saxophonist und Sänger und habe im Gesangsbereich das Glück gehabt, viele Erfahrungen, bis hinein in den Profibereich, gesammelt zu haben. Ich habe an der Bruckner-Universität – damals hieß es noch Bruckner-Konservatorium – in Linz studiert, bin selbst Musiklehrer an der Pädagogischen Hochschule und bin nebenbei in einige andere Formationen involviert. Ich bin Vater von zwei Kindern und lebe in Wilhering. Tips: Wie würden Sie ihren Lehr-Stil beschreiben:Lanzerstorfer: Ich bin ein großer Freund des Lernens durch Begeisterung. Das geschieht aus eigener Intention heraus viel einfacher als durch Druck. Außerdem liegt mir der Wert der Popular-Musik sehr am Herzen. Man muss die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Das Lernen durch Begeisterung entspricht übrigens auch dem Idealbild, das moderne Gehirnforscher forcieren. Tips: Danke für das Gespräch “(R)Evolution - Back to the future“ findet am Mittwoch, 27., Donnerstag, 28., und Freitag, 29. Mai, jeweils um 20 Uhr in der Aula der pädagogischen Hochschule statt. Karten gibt es im Vorverkauf unter 0732/772666,Infos unter www.psf.ph-linz.at


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