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Bis 5. Juni zeigt die Landesgalerie die Ausstellungskooperation mit dem Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg „Werke der Neuen Sachlichkeit. Messerscharf und detailverliebt“. Stilistisch stark reduzierte Arbeiten, detailverliebt, aber auch schonungslos überspitzte Werke findet man in der umfassenden und abwechslungsreichen Ausstellung.  

Ausstellungsansicht: „Neue Sachlichkeit“ F: A. Bruckböck. Oö. Landesmuseum
Ausstellungsansicht: „Neue Sachlichkeit“ F: A. Bruckböck. Oö. Landesmuseum

„Einer glücklichen Fügung verdanken wir es, dass wir die Ausstellung der Neuen Sachlichkeit bei uns präsentieren dürfen. Im Kunstforum Regensburg hat die Ausstellung mein Interesse geweckt. Das Konzept stand, aber im Detail konnten wir uns noch einbringen und in der Entstehungsphase teilhaben“, erzählt die Leiterin der Landesgalerie Gabriele Spindler. Der realistische Malstil der Neuen Sachlichkeit war in Deutschland während der 1920er Jahre vor allem in den Kunstzentren München, Dresden und Berlin vertreten. Inwiefern die Kunstströmung jedoch auch in den östlichen Gebieten der Weimarer Republik rezipiert wurde und welche Parallelen zeitgleich in der tschechoslowakischen und polnischen Kunstszene auftraten, ist Thema dieser Ausstellung.

Neben Werken von Otto Dix, Conrad Felixmüller und Franz Radziwill werden auch Gemälde und Papierarbeiten der böhmischen und schlesischen Künstler August Wilhelm Dressler, Ernst Neuschul, Fritz Erler und Richard Müller zu sehen sein. Empfangen wird man bereits im Foyer der Ausstellung mit interessanten Künstlerbiografien zum Nachlesen.

Interessante Mischung

Nach Themen geordnet erwartet eine abwechslungsreiche und umfassende Ausstellung mit stilistisch stark charakterisierten Werken, reduzierten Arbeiten, detailverliebt, aber auch überspitzt und schonungslos. Beginnend mit Selbstportraits über Künstler-Portraits, die den Künstler meist mit Requisiten, Leinwand, Pinsel und Farbpalette darstellen, erstreckt sich die Schau über die Themenbereiche Stadt und Industrie, gesellschaftliches Leben bis zum Thema Stilleben, wo einzelne, einfache Gegenstände eine magische Wirkung erhalten, und schließt mit Landschaftswerken ab.

40 verschiedene Künstler

Bei der Schau werden 100 Gemälde und Papierarbeiten von 40 verschiedenen Künstlern aus den Beständen des Kunstforums Ostdeutsche Galerie Regensburg, ergänzt durch Leihgaben aus Privatbesitz und Museen in Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen, mit Werken aus der Sammlung der Landesgalerie Linz vervollständigt. „Die Mischung der Ausstellung ist spannend: Es werden detailverliebte Werke gezeigt, aber auch Überspitztes und Schonungsloses. Zum Beispiel waren die Modelle für die Künstler richtige Typen mit besonderen Merkmalen und keine klassischen Schönheitsideale“, erzählt Projektkoordinatorin Inga Kleinknecht.

Info: www.landesgalerie.at


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