In Erinnerung an Ingeborg Strobl: Lentos richtet Vitrine mit Werken ein
LINZ. Das Lentos Kunstmuseum Linz hat in Gedenken an Ingeborg Strobl, die unerwartet am 9. April 2017 im Alter von 67 Jahren verstorben ist, eine Vitrine mit Werken der Künstlerin in der Dauerausstellung „Die Sammlung. Klassiker, Entdeckungen und neue Positionen“ eingerichtet.

In der ursprünglich von der Künstlerin selbst gestalteten Vitrine kann man unter anderem einen mit mathematischen Formeln bedruckten Tierknochen entdecken und das berühmte Foto „Die vier neuen Mitglieder des Ersten Wiener Männergesangsvereins“ aus dem Jahr 1988, auf dem Strobl zusammen mit Birgit Jürgenssen, Evelyne Egerer und Ona B. männliche Posen und Blicke ironisiert.
Linz und dem Lentos eng verbunden
Ingeborg Strobl war dem Lentos und zuvor der Neuen Galerie der Stadt Linz über Jahrzehnte hinweg eng verbunden. Zahlreiche Ankäufe und Schenkungen sind nachhaltige Zeugnisse der gegenseitigen Wertschätzung.
2016: Große Retrospektive
Erst 2016 war die letzte große Retrospektive der Künstlerin im großen Saal des Lentos zu sehen, wo Ingeborg Strobl dem Alltäglichen, dem Unscheinbaren und dem Poetischen Würde und Ansehen verlieh.
„Für jeden, der Ingeborg Strobl kannte, war ihr bescheidenes Wesen eine Bereicherung. Sie wird fehlen als Mensch, als Künstlerin, als poetische Erzählerin und Entdeckerin der Natur, der Randseiten und Wunderlichkeiten unserer Zivilisation. Ingeborg Strobls Kunst spendet Nachdenklichkeit aber auch Zuversicht über diesen verfrühten Tod hinaus“, so die interimistische Letnos-Direktorin Elisabeth Nowak-Thaller zum plötzlichen Tod der Künstlerin.


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