"Lese/Zeichen": Hochkarätig besetztes Literaturfestival lädt in den Posthof ein
Im Posthof poppt derzeit ein neues Format auf: Bis 21. Oktober kehren große Literaten wie Robert Menasse, Simon Beckett und Bodo Kirchhoff beim neuen Festival „Lese/Zeichen“ ein. Wilfried Steiner, der Posthof-Bereichsleiter für Literatur, gibt für Tips seine persönlichen Lese-Empfehlungen ab.

„Noch nie konnten wir in so kurzer Zeit so großartige Autoren in den Posthof holen. Daraus ein Festival zu veranstalten, war eine spontane Idee“, erklärt Wilfried Steiner und betont: „Ich möchte eine Beweglichkeit in meinem Programm erhalten. Eine Fortsetzung des Festivals ist nicht ausgeschlossen, aber budgetär nicht fix planbar.“ Herausragende Vertreter ihres jeweiligen Genres bieten eine breite stilistische Bandbreite im Posthof an: Am Mittwoch, 4. Oktober liest Robert Menasse aus „Die Hauptstadt“.
Literatur-Tipps von Wilfried Steiner
„Persönlich bin ich davon hellauf begeistert. Menasse schafft es mit Leidenschaft, den undurchsichtigen Figuren Leben einzuhauchen“, ist Steiner fasziniert. Die freie Autorin Stefanie Sargnagel, die durch ihre Online-Statusmeldungen im Netz eine Form für sich gefunden hat, die als Literatur funktioniert und ein großes Publikum erreicht, liest am 17. Oktober aus „Statusmeldungen“. Für den Termin heißt es übrigens rasch Karten sichern. Der spannendste Abend wird die Lesung von dem englischen Thrillerautor Simon Beckett aus seinem Buch „Totenfang“. Moderieren wird Michael Smulik, die Übersetzung der Lesung übernimmt Schauspieler Gregor Seberg. Im fünften Fall des forensischen Anthropologen David Hunter hat sich Beckett eine Forschungsanstalt für Verwesungsprozesse als Rechercheort ausgesucht, aber auch die Polizei bei Razzien begleitet. Aus Sicht von David Hunter wird die Auflösung des Falls höchst spannend vorangetrieben.
„Hochkomisches Ereignis“
Als „Ereignis“ bezeichnet Steiner auch den Lesungs-Termin am 21. Oktober von Bodo Kirchhoff, der aus „Einladung zu einer Kreuzfahrt“ liest: „Hochkomisch mit Selbstironie gibt Bodo Kirchhoff eine 120-seitige Email-Antwort auf die Einladung zu einer Kreuzfahrt, um als Gastkünstler aufzutreten. Ein aus den Fugen geratenes Mail, indem er sich selbst langsam mit Whiskey befeuert und es schafft, seine eigene Empörung durch den Kakao zu ziehen, erwartet“, schmunzelt Steiner.
Info: www.posthof.at


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