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LINZ. Seit 2006 vergibt das Landestheater Linz regelmäßig das Thomas-Bernhard-Stipendium an junge Dramatiker. Nach unter anderem Thomas Arzt (2012) und Thomas Köck (2015) erhält nun der aus Tirol stammende Autor Martin Plattner das Stipendium in der Spielzeit 2017/2018.

Thomas Bernhard-Stipendiat Martin Plattner. Foto: David Payr
Thomas Bernhard-Stipendiat Martin Plattner. Foto: David Payr

Martin Plattner hat in unterschiedlichsten Funktionen und Projekten am Theater seine eigene Theatersprache entwickelt. Sein urtümlicher Sprachwitz geht einher mit Feingefühl in der Figurenzeichnung. Er stellt Grundfragen des Daseins auf überraschende Art, spielt mit historischen Begebenheiten wie mit Alltagsszenerien, die unversehens magisch werden können. Das Bernhard-Stipendium ist dotiert mit 5500 Euro.

Auftragswerk für Linz

Neu ist, dass das Landestheater dem Stipendiaten damit einen Stückauftrag erteilt, es wird konkret ein gemeinsames Projekt von Martin Plattner und dem Landestheater Linz in der nächsten Spielzeit angestrebt. In der Zwischenzeit lernt Martin Plattner im Rahmen des Stipendiums das Landestheater, seine Schauspieler und Künstler kennen.

Preisgekrönter Autor

Martin Plattner wurde 1975 in Zams geboren und wuchs in Wenns im Pitztal auf. Er studierte Komparatistik an der Universität Innsbruck und lebt seit 2001 als freier Schriftsteller in Wien. Für die Arbeit an seinem Kammerspiel Maultasch erhielt Plattner das Große Literaturstipendium des Landes Tirol 2013/2014. Das Stück wurde im November 2015 am Landestheater Innsbruck uraufgeführt. Sein Theatertext antimortina wurde 2015 zum Siegerstück der Bozner Autorentage gekürt und im März 2017 an den Vereinigten Bühnen Bozen uraufgeführt. Weitere seiner Arbeiten wurden am brut im Künstlerhaus in Wien und im Laboratorio Arte Alameda in Mexiko-Stadt gezeigt. Neben seiner Schreibtätigkeit arbeitete Plattner mehrere Jahre als Dramaturg, Regieassistent und Ghostwriter.


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