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Online Redaktion, 27.02.2018 11:15

LINZ (APA). Nach einem Jahr „Kreativpause“, wie es Direktor Martin Sturm nennt, richtet das OÖ Kulturquartier diesen Sommer wieder einen „Höhenrausch“ aus. Leitprojekt des Themas „Das andere Ufer“ wird ein fliegendes Schiff des russischen Künstlers Alexander Ponomarev sein, das über den Dächern von Linz ankert. Mit Landeshauptmann Thomas Stelzer präsentierte Sturm die Programmschwerpunkte für 2018.

  1 / 4   Ein Schiff wird beim kommenden Höhenrausch über Linz schweben. Foto: Innovametall Stahl- und Metallbau GmbH

Doch kein Blick voraus, bevor nicht zuerst einer zurück erfolgt. So präsentierte Sturm eine „erfreuliche Bilanz“ für das 2017 gestartete Experiment, statt eines sommerlichen Höhenrausches einen winterlichen Sinnesrausch zu zeigen. Unter dem Titel „Alice verdrehte Welt“ können Besucher das OK-Zentrum vom Keller bis zu den Dachböden erforschen und sich dabei die Sinne verwirren zu lassen. Bis zum Ende der Ausstellung am 2. April rechnet der Direktor mit etwa 33.000 Besuchern. Trotz dieser positiven Resonanz wird das Kulturquartier heuer aber das nachhaltigste Projekt der Kulturhauptstadt 2009 (mit mittlerweile gut einer Million Besuchern) weiterführen und ab 24. Mai wieder einen „Höhenrausch“ zeigen. In luftiger Höhe dreht sich dieses Mal alles um das Element Wasser, das bei vielen „Sehnsüchte weckt“, wie Stelzer ausführte.

20-Meter-Schiff über Linz

Der weit über die Innenstadt hinaus sichtbare Holzturm auf dem Parkdeck beim Kulturquartier transformiert zum Mast. In dessen Inneren wird ein Kran stehen. Von ihm aus werden Taue abgespannt, an dessen Ende ein aus Stahl und Aluminium gefertigtes, 20 Meter langes und 17 Meter hohes Segelschiff schwebt, wie Produktionsleiter Dieter Mackinger erläuterte. Künstler Ponomarev hatte bereis 2014 bei der Marrakesch Biennale ein Schiff aus Bambus auf eine Düne gestellt. Außer dem Russen werden noch 38 nationale und internationale Künstler zum „Höhenrausch“ ihre Werke präsentieren. Künftig wird es immer nach zwei Jahren Ausstellung eine einjährige Auszeit geben, teilte Sturm mit.

Neu: „Wunderkammer Oberösterreich“

Auch einen Ausblick auf weitere Programmschwerpunkte für das kommende Jahr im OÖ Kulturquartier wurde gegeben. Fixe Bestandteile sind inzwischen die drei Festivals „Nextcomic“ (15. bis 24. März), „Crossing Europe“ (25. bis 30. April) sowie „Cyberarts“ (7. bis 17.September). Neu hingegen wird die „Wunderkammer Oberösterreich“, die einen Blick von außen auf Oberösterreichs Besonderheiten geben soll. Dieses Projekt sei mehrjährig geplant und habe einen festen Ort im ersten Stock des OK, meinte Sturm. Für die Premiere im Herbst kehrt Linz 09-Intendant Martin Heller zurück und kuratiert die erste Ausstellung. Ironisch gehe er laut Sturm der Frage nach, auf welche Weise das Österreich-Klischee „Hunde“, die auch in der Landeshymne besungen werden, für „unser Bundesland typisch ist“.

Donau-Projekt

Nachdem 2019 voraussichtlich der Donaulimes zum Weltkulturerbe erklärt werden soll, widmet sich Oberösterreich schon heuer künstlerisch dem Fluss. Das Kulturquartier, die OÖ Landesmuseen und das Land nehmen am EU-Interreg-Projekt „Danube Culture Platform“teil, so Landeshauptmann Stelzer. Von 6. bis 8. Juni wird in Linz eine „Donaukulturkonferenz zum Thema „World Heritage“ stattfinden.


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