Klemens Brosch: Linzer Erfolgsausstellung im Belvedere in Wien eröffnet
LINZ/WIEN. Die Ausstellung „Klemens Brosch. Wiederentdeckung eines großen Zeichners“ wurde gestern Abend (8. März) offiziell im Wiener Belvedere eröffnet. Die Schau ist eine Neuauflage der Gemeinschaftsausstellung, die 2016/2017 im Nordico Stadtmuseum und in der Landesgalerie in Linz zu sehen war. Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer, Lentos-Direktorin Hemma Schmutz, Nordico-Leiterin Andrea Bina, Kuratorin Elisabeth Nowak-Thaller und die ehemalige wissenschaftliche Direktorin der OÖ Landesmuseen Gerda Riedler waren bei der Eröffnung in Wien vor Ort.

Broschs fantastische, akribische Zeichnungen sind zeitlos und existenziell und nehmen Aspekte der neuen Sachlichkeit und des Surrealismus vorweg. Nach nur 16 Schaffensjahren hinterlässt der Linzer Künstler ein Vermächtnis von 1000 Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken und Gemälden. Insgesamt werden rund 200 Werke aus den Sammlungen der Museen der Stadt Linz sowie des Oberösterreichischen Landesmuseums im Belvedere zu sehen sein.
„Endlich in Wien“
„Klemens Brosch steht beispielhaft für die Tragik einer durch Krieg und Kriegsfolgen zerstörten Karriere und letztlich eines zerstörten Lebens. Wer dem Werk dieses grandiosen Zeichners begegnet, kann nicht verstehen, dass es jahrzehntelang kaum bekannt war. Die Ausstellung stellt nach einer wegbereitenden Schau in seiner Heimatstadt Linz das faszinierende Werk von Klemens Brosch nun endlich in Wien vor“, so Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere.
„Gelungene Zusammenarbeit“
Die von Elisabeth Nowak-Thaller, Vize-Direktorin des Lentos, kuratierte Schau im Belvedere ist ein weiterer Beweis für die hervorragende erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen Stadt und Linz im Museumsbereich – auch über die Landesgrenzen hinaus. „Wir zeigen mit der Ausstellung „1918 – Klimt.Moser.Schiele“ gerade die Wiener Moderne in Linz, da sind wir natürlich besonders stolz, wenn zeitgleich einem Linzer Künstler aus der gleichen Epoche eine große Schau in Wien gewidmet wird“, freut sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer über die Neuauflage der Gemeinschaftsausstellung.
„Auszeichnugn für Museumsarbeit“
„Die Linzer Museen haben in der Vergangenheit immer wieder hervorragende Ausstellungen zu fast vergessenen Künstlerpersönlichkeiten gezeigt, deren Werk dadurch erst wieder neu entdeckt wurde. Dass meine Vorgängerin Stella Rollig die Schau jetzt auch nach Wien geholt hat, ist eine Auszeichnung für die herausragende Museumsarbeit die in Linz geleistet wird“, so Lentos-Direktorin Hemma Schmutz.
Die Ausstellung im Belvedere ist bis 3. Juni zu sehen.


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