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Lentos Linz präsentiert Sammlung neu, Schau zum "Anschluss" von Tatiana Lecomte

Karin Seyringer, 30.10.2018 16:44

LINZ. Das Herzstück des Lentos Kunstmuseum – die Sammlung – wird in neuer Hängung präsentiert und gibt einen ansprechenden Überblick über das Kunstschaffen der letzten 180 Jahre. Ebenfalls neu ist die Ausstellung „Anschluss“ von Tatiana Lecomte im Untergeschoß.

  1 / 7   Gustav Klimt, Frauenkopf, 1917, zu sehen in der Sammlungspräsentation Foto: LENTOS Kunstmuseum Linz

Gestaltet wurde die Neuhängung von Direktorin Hemma Schmutz und ihrem Kuratoren-Team. Grundgedanke dabei ist eine chronologische Abfolge, die es ermöglicht, die wichtigsten Bewegungen und Stile vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart kennen zu lernen. Zusätzlich wird der Fokus auf Kunstschaffende mit besonderer Beziehung zu Linz und zum Lentos gelegt – darunter Valie Export oder Herbert Bayer. „Durch die chronologische Neuaufstellung können wir die Stärken der Sammlung herausarbeiten und viele hochkarätige Arbeiten aus unterschiedlichen Epochen zeigen“, so Schmutz.

Von Klimt bis Zobernig

Zu sehen sind über 220 Werke von Martha Jungwirth, Gustav Klimt, Kolo Moser, Oskar Kokoschka, Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Egon Schiele, Andy Warhol, Karel Appel, Arnulf Rainer, Heimo Zobernig und vielen anderen – ein vielfältiger Überblick, ansprechend und übersichtlich präsentiert.

Ausstellung „Anschluss“

Bis 6. Jänner ist im Lentos auch Tatiana Lecomtes Ausstellung „Anschluss“ zu sehen, ein Beitrag zum diesjährigen Gedenkjahr. Die Schau beschäftigt sich mit der medialen Darstellung der Ereignisse rund um das Jahr 1938. Künstlerin Tatiana Lecomte kombiniert dabei ihren Film „Ein mörderischer Lärm“ mit eigenem und historischem Fotomaterial und hat dafür auch in den Linzer Fotoarchiven geforscht. „Es handelt sich um keine historische Ausstellung, sondern um eine künstlerische Auseinandersetzung“, so Kuratorin Brigitte Reutner.

Bilder und Legenden getrennt

In 29 Bildtafeln ist das Material arrangiert. Lecomte stellt etwa Fotos vom Gästezimmer Hitlers im Linzer Hotel Weinzinger einer Zeichnung aus dem KZ Mauthausen gegenüber. Besonders: Die Bildlegenden werden von den Bildern getrennt präsentiert. Bild und Text müssen so separat wahrgenommen werden, es entstehen selbst Bilder im Kopf.

Alle Infos zum Rahmenprogramm gibt's unter www.lentos.at


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