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LINZ. Chefdirigent Markus Poschner und Landestheater-Intendant Hermann Schneider bleiben auch die nächsten Jahre in Linz. Sie haben ihre Verträge vorzeitig um jeweils fünf Jahre verlängert, wie Landeshauptmann Thomas Stelzer heute vor Presse bekannt gab. Das Interesse anderer Häuser an solchen Top-Leuten sei groß.

  1 / 3   Landestheater-Intendant Hermann Schneider und Chefdirigent Markus Poschner (v. l.) Foto: Volker Weihbold

Der erfolgreiche Weg des Landestheaters – mit zahlreichen Preisen, Nominierungen und hohem Publikumszuspruch – werde natürlich international bemerkt. „Und das findet natürlich auch Interesse in der Gestalt, das sich andere Häuser sehr für die Leitung zu interessieren beginnen“, so Landeshauptmann Stelzer. „Nachdem ich gerne den sehr ambitionierten Weg für unsere Theater- und Orchestergesellschaft weiter gehen möchte, ist es erfreulicherweise gelungen, dass wir uns sowohl mit Intendant Schneider wie auch mit Chefdirigent Poschner frühzeitig darauf einigen konnten, dass die laufenden Verträge verlängert werden.“

Konkret wurde der bis September 2021 laufende Vertrag von Hermann Schneider um weitere fünf Jahre bis September 2026 verlängert, jener von Markus Poschner, der mit 2022 geendet hätte, bis 2027.

Beide werden so wie bisher gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Königstorfer die Dreier-Geschäftsführung der Oö. Theater und Orchester GmbH (TOG) bilden.

„Sehr glücklich und dankbar“

„Ich fühle mich geehrt und empfinde diese Ehre als Verpflichtung. Mein Dank gilt allen Kollegen und Mitarbeitern am Haus, ohne die dieser Weg nicht möglich gewesen wäre“, so Intendant Schneider. Die Dankbarkeit gibt er auch ans Publikum und an die Politik zurück, mit der eine Debatte weg vom Geld hin zum Inhalt möglich sei. Vor allem Inhaltlich würde der Weg stimmen: selbstbewusst einen eigenständigen und ambitionierten Weg weitergehen ist Schneiders Ziel.

Auch Markus Poschner musste nicht lange darüber nachdenken, den Vertrag zu verlängern. „Ich bin sehr glücklich und sehr dankbar. Ich habe festgestellt, dass wir hier sehr viel erreichen können. Und das ist im Prinzip der Maßstab für einen Künstler. Und ich brauche Vertrauen, der Musiker, der Theaterleitung und des Landeshauptmanns, denn nur dann kann etwas entstehen. Und gerade dieses Land ist kulturell so reich zwischen Tradition und Moderne, darin erkenne ich mich wieder. Das ist genau das, wo auch mein Herz schlägt.“

Neuer Zeithorizont bringt viele Möglichkeiten

Mit der Verlängerung der Verträge entstehe auch eine zeitliche Perspektive, in der etwa internationale Kooperationen weitergeführt und ausgeweitet werden können. „Es ist natürlich jetzt für uns großartig, weil man vor dem Hintergrund dieses Horizonts neue Möglichkeiten hat“, so Schneider. „Mit der neuen zeitliche Perspektive, die wir jetzt gewonnen haben, lassen sich sehr viel Schwung holen und ganz großartige Ideen umsetzen“, so auch Poschner.

Darüber, welche Summen in den Verträgen stehen, wird geschwiegen, nur so viel: „Geld war nur ein Teil der Gespräche, denn gerade im künstlerischen Bereich müssen die Vorstellungen und die Visionen zusammenpassen – und das ist gelungen. Sonst wäre es dem kleinen, feinen Oberösterreich auch nicht gelungen, solche Leute zu haben“, so Stelzer.


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