OÖ Landes-Kultur GmbH startet: Landesgalerie Linz wird zu einem Museum der Fotografie und Medienkunst

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 31.03.2020 15:53 Uhr

OÖ/LINZ. Auch in einer ungewohnten und schwierigen Lage wird die neue OÖ Landes-Kultur GmbH wie geplant mit 1. April starten. Damit werden alle Standorte des Landesmuseums in ganz Oberösterreich und das OÖ Kulturquartier zusammengeführt. Große Änderung: Die Landesgalerie Linz wird zu einem Museum der Fotografie und Medienkunst umgestaltet und trägt ab April wieder seinen ursprünglichen Namen „Francisco Carolinum“.

Unter der Leitung des international renommierten Kulturmanagers Alfred Weidinger soll die neue OÖ Landes-Kultur GmbH das kulturelle Leben Oberösterreichs und darüber hinaus zukunftsweisend mit innovativer, interdisziplinärer und zielgruppengerechter Kulturarbeit bereichern.

„Durch die Zusammenführung und gemeinsame Leitung aller Standorte des Oberösterreichischen Landesmuseums und des OÖ Kulturquartiers wurden nunmehr jene Voraussetzungen geschaffen, die einem modernen Kulturbetrieb ermöglichen, auf höchstem Niveau, progressiv und eigenverantwortlich, effizient und wenn nötig auch blitzschnell auf aktuelle Herausforderungen nicht nur im Kulturkontext zu reagieren. Ich freue mich darauf zu sehen, wie sich die neue Direktion und ihre Mitarbeiter in den nächsten Monaten und Jahren zum Wohle der ihr anvertrauten Objekte, der Kulturschaffenden und Besucher nicht nur in Oberösterreich engagieren werden“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Landesgalerie wird wieder zu Francisco Carolinum

Die Landesgalerie Linz wird ab April wieder seinen ursprünglichen Namen Francisco Carolinum tragen. Noch heuer wird das Haus zu einem Museum der Fotografie und Medienkunst umgestaltet werden.

Junger Auftritt und neue Formate

Mit den geplanten Veränderungen und neuen Angeboten soll die kunst-, kultur- und naturinteressierte Öffentlichkeit sehr schnell profitieren. Neue Formate, Kommunikationswege und visuelle Erscheinungsbilder stehen in den Startlöchern. Ein neuer visueller Auftritt auch mit neuem Logo  „OÖ Doppelpunkt“-Logo, also „OÖ:“ soll den Blick über die Grenzen aber OÖ als Zentrum veranschaulichen.

Im Laufe des 1. Aprils startet die OÖ Landes-Kultur GmbH mit ihren neuen Facebook und Instagram Accounts und lässt hinter die Kulissen blicken.

Aktiv raus zu den Leuten

Nicht nur in der aktuellen Corona-Krise ist es den Verantwortlichen wichtig, aktiv auf die Menschen in Stadt und Land zuzugehen. Daher ist ein umfassendes digitales Angebot geplant. „Wir fühlen uns zuständig!“, meint dazu Direktor Alfred Weidinger. Nicht nur er, sondern auch sein engagiertes (Vermittlungs)Team wird sich ins ganze Bundesland aufmachen, um vor Ort zu informieren und präsentieren.

Eigener Kultur-Kanal

So wird in den nächsten Tagen ein neuer Kultur-Kanal („stories“) in Form eines innovativen, digitalen Live-Stream-Projektes gestartet: live gesendet wird mehrmals pro Woche, jeweils um 18 Uhr für 20 Minuten aus dem Schlossmuseum. Auf dem Programm stehen kurzweilige „stories“: brennende Themen, Blicke hinter die Kulissen, Gespräche mit Künstlern, Forschungsprojekte und Ausstellungen und vieles mehr. Die ersten Sendungen werden sich Alfred Weidingers Visionen und Vorhaben für die neue Kultur-Gesellschaft sowie den Themen Musik, Biologie, Archäologie, Volkskunde und Kunst widmen.

Dazu kommen Live-Bericht-Erstattungen aus den unterschiedlichsten Standorten der OÖ Landes-Kultur GmbH und von sonstigen Schauplätzen und Brennpunkt-Orten wie den zahlreichen archäologischen Grabungsstätten in ganz Oberösterreich. 

Auch Corona-Krise ist Thema

Im Hinblick auf die aktuelle Situation und Schwierigkeiten, die diese auch für viele Kulturschaffende mit sich bringt, ist zudem ein Video-Livestream-Format geplant, in dem sich Kuratoren mit Kunst- und Kulturschaffenden aus Oberösterreich über deren Befinden, ihren Umgang und ihre Arbeit im COVID19 Lockdown austauschen. Die Beteiligten befinden sich dabei jeweils in ihrem Zuhause und haben nur über den Bildschirm Kontakt.

Darüber hinaus ist auch ein digitales Mitmach-Programm für Kinder und Jugendliche mit Workshops und vielem mehr geplant.

In den Startlöchern: Ein bunter Ausstellungsmix

Im Francisco Carolinum steht eine Ausstellung der eigenen Sammlung der Kunst-Pionierin Valie Export anlässlich ihres 80. Geburtstages an. 

Im Schlossmuseum bringt die Ausstellung „Friends and Friends of Friends“ Werke britischer und amerikanischer Instagram-Künslter nach Linz - eine Szene, die weltweit vernetzt ist und das Netz als bedeutende Plattform für den Kunstbetrieb nutzt.

Vögel stehen im Biologiezentrum im Fokus. Den Nachfahren der Dinosaurier ist die nächste Ausstellung dort gewidmet.

Ein „Spielwerk für Kinder und Künstler“ wird es am OK Platz geben, eine paradiesische Insel wird angekündigt, tagsüber für Kinder und in der Nacht für Künstler. 

Aber auch Archäologie hautnah wird es zu erleben geben. Ein Besuch von Römerbad und Römerpark in Schlögen oder des Römerburgus Oberranna versprechen ebenso viel Abwechslung wie die in Kürze öffentlich zugänglichen Kalkbrennöfen in Enns mit der begleitenden Ausstellung „Hercules im Kalkbrennofen“ im Museum Lauriacum.

Grabungen, wie in Weyregg am Attersee bringen laufend Schätze zutage. Erforscht werden zurzeit auch der Römerhafen Lauriacum und Fortifikationen in Au an der Donau.

Und die Pfahlbauforschung in Oberösterreich ist großgeschrieben, mit dem Forschungsprojekt „Zeitensprung“ wird versucht, das Alltagsleben an den oberösterreichischen Seen vor tausenden von Jahren zu rekonstruieren.

Alle Infos zu den Häusern der neuen Landes-Kultur GmbH gibt's unter www.landesmuseum.at

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