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LINZ. „Es war keine leichte, aber die absolut richtige Entscheidung, die Ars Electronica 2020 stattfinden zu lassen“, so Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter des Festivals in einer ersten Bilanz. Es sei eines der größten Experimente für das Ars Electronica gewsen. Wie sich gezeigt hat, passen auch Ars Electronica und JKU besonders gut zusammen.

Der interaktive Welcome Chorus von Yuri Suzuki am Festivalgelände bei der JKU. (Foto: vog.photo)
  1 / 5   Der interaktive Welcome Chorus von Yuri Suzuki am Festivalgelände bei der JKU. (Foto: vog.photo)

Die fällt natürlich coronabedingt völlig anders aus als in den Vorjahren mit zuletzt 110.000 Besuchern. Der „Kepler's Garden“ am JKU Campus war ausverkauft, 3.490 Tickets waren hier aufgelegt. 700 Personen nahmen an den insgesamt 74 geführten Touren teil. Dazu kamen auch Online-Touren durch den JKU Campus.

Gut besucht war auch die Innenstadt-Festivalmeile mit OK im OÖ Kulturquartier, Kunstuni und Ars Electronica Center, hier wurden in den fünf Festivaltagen 5.171 Besucher verzeichnet. Und in Corona-Zeiten nicht selbstverständlich: 668 Künstler waren in Linz vor Ort. „Es ist wirklich toll, dass es auch in Zeiten einer Pandemie ganz offensichtlich viele Menschen gibt, die sich über kulturelle Angebote freuen und diese auf verantwortungsvolle Weise in Anspruch nehmen“, so Stocker.

Online sehr gut angenommen

Was den Online-Auftritt der hybriden Ars Electronica betrifft, fällt die Zwischenbilanz ebenfalls sehr positiv aus. Auf vier Channels wurde durchgehend Programm gestreamt, ohne technische Panne. Als zentrales Verzeichnis des Online-Angebots verzeichnete die Website des Festivals im gleichen Zeitraum knapp 300.000 Pageviews. Der Tenor auf den Social Media Kanälen: Dass die Ars Electronica in diesem Jahr stattfand, hatte internationale Signalwirkung; dass ihr hybrides Programm derart umfassend und vielschichtig war, stieß auf Überraschung. Online wird das Programm noch länger nachzuschauen sein: Hunderte Videos werden in den kommenden Wochen noch geschnitten, beschlagwortet und eingefügt, in einen moderierten Mix aus Ars Electronica Blog und Mediathek.

Nach dem Festival 2020 ist vor dem Festival

„Wir haben dieses Jahr zunächst notgedrungen und dann mit großer Begeisterung eines der größten Experimente in der Geschichte von Ars Electronica durchgeführt. Das genau zu analysieren wird uns die nächsten Wochen noch beschäftigen“, so Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der Ars Electronica. „Schon jetzt steht aber außer Streit, dass wir eine Lernkurve hingelegt haben, die sich sehen lassen kann.“

Der Termin für das nächste Festival, wieder am JKU Campus steht übrigens schon: 8. bis 12. September 2021.


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