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LINZ. Die Sonderförderprogramme der Stadt Linz für die freie Kunst- und Kulturszene wurden aufgestockt und ausgebaut. Gesamt 233.000 Euro stehen im Jahr 2021 für die Programme zur Verfügung. Neu ist das Programm „an_TON_Linz“, mit dem schon jetzt auf das Brucknerjahr 2024 hingearbeitet wird. Bruckner soll neu gedacht werden.

Kultur-Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer und Kulturdirektor Julius Stieber (Foto: privat)
Kultur-Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer und Kulturdirektor Julius Stieber (Foto: privat)

„Wir schaffen Impulse für die freie Szene, weil wir sehen und uns viel davon versprechen, dass die freie Szene und regionale Künstler einen Aufschwung in den Standort Linz bringen“, so Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sei das wichtiger denn je.

Mit einem Volumen von 233.000 Euro sei es das bislang größte Sonderförderpaket, mit einem Plus von 20.500 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Bruckner neu denken

Das neue „an_TON_Linz“ Programm zielt darauf ab, künstlerische Auseinandersetzungen mit Anton Bruckner zu motivieren, als Vorbereitung für das Jubiläumsjahr 2024. „Bruckner ist eine Zentralfigur des oberösterreichischen Musikschaffens, das soll der Ausgangspunkt sein für eine innovative künstlerische Auseinandersetzung. Wir möchten motivieren, Bruckner nicht nur traditionell, sondern neu zu denken, seine Persönlichkeit in die heutige Zeit zur transformieren“, so die Kulturstadträtin.  

Eingereicht werden könnten Projekte, die sich mit der Person, mit dem Schaffen und Wirken Bruckners auseinandersetzen, auch literarische Produktionen, Performances oder wissenschaftliche Forschungsarbeiten, „eine sehr breit gefächerte Palette“, erläutert Kulturdirektor Julius Stieber. Das Programm soll nach dem Pilotjahr 2021 auch weiter ausgebaut werden. „Wir wollen die Bedeutung von Bruckner in eine Begeisterung für Bruckner umwandeln“, so Stieber.

 Insgesamt sechs  Sonderförderprogramme

Neben dem Bruckner-Förderprogramm warten fünf weitere auf Einreichungen. 2019 wurde „LINZ_sounds“ als Förderung für die Musikszene mit Schwerpunkt Digitalisierung im Sinne von Linz als „UNESCO City of Media Arts“ eingeführt. „Wir möchten damit Anschub geben und Standort sein, von wo aus man mit seinem Musikschaffen erfolgreich sein kann“, so Lang-Mayerhofer.

Das mit insgesamt 90.000 Euro am höchsten dotierte und auch am längsten bestehende Programm „LINZimPULS“ lädt ein, mit künstlerischen und kulturellen Projekten das solidarische Zusammenarbeiten zu unterstützen. 2021 unter dem Motto „Divide et impera!“ setzt es sich in Corona-Zeiten kritisch mit möglichen negativen Auswirkungen der Pandemie auseinander.

Das Programm „LinzEXPOrt“ fördert künstlerische Projekte, die mit einem Auslandsaufenthalt verbunden sind, „LinzIMpORT“ hingegen lädt Künstler und Initiativen mit Linz-Bezug ein, sich mit Kunstschaffenden außerhalb von Österreich zu vernetzen.

Der „LinzKultur/4“ soll die Linzer Stadtteilkultur beleben. Seit letztem Jahr wird das Programm wieder jährlich ausgeschrieben. Alle  Initiativen,  Vereine und Einzelpersonen, die das Kulturleben in Linzer Stadträumen nachhaltig mitgestalten wollen, sind zur Projekteinreichung eingeladen.

Fachjury bewertet

Ausgewählt werden die Siegerprojekte von Fachjuroren. Im Schnitt 120 bis 140 Projekte werden jährlich bei der Stadt Linz eingereicht, davon 30 bis 35 kommen zum Zug, „eine Auslese der Besten“, so Stieber.

Eingereicht werden kann bei „LINZimPULS“ bis 12. April, beim Kultur/4 bis 7. Oktober, bei den anderen Programmen bis 6. Mai.

„Ich weiß, es sind schwierige Zeiten für alle, lasst euch nicht unterkriegen, jetzt ist die Zeit für neue Projekte und Ideen und die Zeit, sich mit Motivation und den Sonderförderprogrammen vielleicht neue Kooperationen und Projektpartner zu suchen“, richtet Lang-Mayerhofer einen Appell an Kunst- und Kulturschaffende, sich zu beteiligen.  

FPÖ kritisiert fehlenden Bezug zu Tradition

Die FPÖ Linz kritisiert anlässlich der Präsentation der Sonderförderprogramme fehlenden Bezug zu Brauchtum und Tradition, Brauchtums- und Traditionsvereine würden aber leer ausgehen. Auf Tips-Nachfrage wird im Büro der Kulturstadträtin festgehalten, dass die Kulturfördermittel der Stadt für die freien Kunst- und Kulturschaffenden bzw. Kulturvereine selbstverständlich alle Kultursparten und Kulturangebote umfasse, die Förderprogramm stünden für alle Richtungen offen. Mehr dazu auf www.tips.at/n/526126

Alle Details zu den einzelnen Förderprogrammen und auch den Kunstförderpreisen der Stadt Linz sowie Broschüren dazu gibt's auf www.linz.at/kultur/34809.php

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