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LINZ. Die Sonderförderprogramme der Stadt Linz für die freie Kunst- und Kulturszene wurden aufgestockt und ausgebaut. Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer und Kulturdirektor Julius Stieber präsentierten die Programme, darunter auch das neue „an_TON_Linz“ im Zuge des Brucknerjahres 2024 - Tips hat berichtet. Die FPÖ Linz kritisiert fehlenden Bezug zu Brauchtum und Tradition, die Förderprogramm stünden für alle Richtungen offen, heißt es angesichts der Kritik aus dem Büro der Kulturstadträtin.

Broschüre Sonderförderprogramme/Kunstförderstipendien 2021 (Foto: Tips)
Broschüre Sonderförderprogramme/Kunstförderstipendien 2021 (Foto: Tips)

Mehr Steuergeld für die Freie Kulturszene, Brauchtums- und Traditionsvereine würden aber leer ausgehen, kritisiert FPÖ-Gemeinderat Zeljko Malesevic in einer Aussendung, nachdem Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) und Kulturdirektor Julius Stieber die Sonderförderprogramme für die freien Kunst- und Kulturschaffenden und Kulturvereine für 2021 vorgestellt hatten.

„Die ÖVP legt keinen Wert auf die Erhaltung und Bewahrung unseres Brauchtums und finanziert lieber fragwürdige Projekte“, wirft der FPÖ-Gemeinderat der Linzer ÖVP vor, die Förderungen würden falsche Schwerpunkte setzen und sei „unfair“ gegenüber Brauchtumsvereinen. „Wir Freiheitliche fordern abermals, die Linzer Sportvereine und ihren Nachwuchs, sowie die Bewahrung und Erhaltung des oö. Brauchtums, verstärkt zu fördern. Anstatt ständig die Freie Szene, die offensichtlich nie satt wird, zu finanzieren“, fordert Gemeinderat Malesevic.

FPÖ-Darstellung „unrichtig“

Auf Tips-Nachfrage wird im Büro der Kulturstadträtin festgehalten, dass die Kulturfördermittel der Stadt für die freien Kunst- und Kulturschaffenden bzw. Kulturvereine selbstverständlich alle Kultursparten und Kulturangebote umfasse - „vom Brauchtumsverein bis zu zeitgenössischen Medienkünstlern, vom Barockorchester bis zum Blasmusikverein, von kirchlichen Kulturträgern, Stadtteilkulturvereinen bis Jugendkulturvereinen, von Literatur, Tanz bis zur Denkmalpflege, von Einzelkünstlern bis zu Kulturvereinen.“

Auch die Sonderförderprogramme würden Kunstschaffenden, Initiativen und Vereinen aller Richtungen offen stehen. Erwünscht sei auch die Zusammenarbeit von traditionellen und zeitgenössischen Kulturschaffenden. Gerade das neue Sonderförderprogramm „an_TON_Linz“ oder das Stadtteilkulturprogramm „LinzKultur/4“ seien eine Anregung für solche Einreichungen. „Die Darstellung der FPÖ ist insofern unrichtig. Dies wurde auch wiederholt im Kulturausschuss und im Gemeinderat klar kommuniziert. In Linz werden Brauchtums- und Traditionsvereine selbstverständlich ebenso gefördert, wie alle anderen Kunst- und Kulturschaffenden auch“, wird der Kritik von Malesevic entgegnet.

„Mir ist wichtig, dass wir mit unseren Sonderförderprogrammen eine Breite ansprechen und auch möglichst viele Vereine oder Einzelkünstler und Kreative aus den unterschiedlichsten Bereichen einreichen und diese Chance nützen“ betont auch Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.


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