"Hängepartie" am Pfarrplatz - Kunstuni Linz begab sich auf "Expeditionen ins Jetzt"
LINZ. Expeditionen in Pandemie-Zeiten? Die Kunstuni Linz hat sich Corona-safe auf eine Spurensuche bis nach Asien aufgemacht. Erste Ergebnisse sind nun im Internet zu sehen – für Ende April ist dann bei einem Aktionstag auch eine Ausstellung in der Linzer Innenstadt geplant.

Auf vier “Expeditionen ins Jetzt!“ beforschte das Team – bestehend aus der National Kaohsiung Normal University in Taiwan sowie den Abteilungen Visuelle Kommunikation, Architektur, Kunstgeschichte und Kunsttheorie der Kunstuni – die Gegenwart: Die drastischen Veränderungen des Lebens und der Nutzung des öffentlichen Raums standen im Mittelpunkt der Fragestellungen.
CO2-Kartenspiel entwickelt
Im Fokus der taiwanesischen Expedition stand die Klimaneutralität im Alltag. Mali Wu forderte hinsichtlich hoher Kohlenstoff-Emissionen auf, tägliche Verhaltensmuster zu überprüfen: “Wir müssen aus den Mustern lernen, um zu verstehen, wie wir diese Gewohnheiten wieder verlernen können.“ Die Studierenden haben das Problem buchstäblich in die Hand genommen und zum Sichtbarmachen des täglichen CO2-Verbrauchs ein Kartenspiel entwickelt, ihr Essverhalten analysiert und sorgten so für positives Karma.
Von Visionen anstecken lassen
„Wir wollten uns nicht mit Viren infizieren, sondern von den Visionen anderer anstecken lassen“, beschreiben Jasmin Mersmann und Anne von der Heiden (Kunstgeschichte und Kunsttheorie) ihre Expedition. „Auf unseren Entdeckungsreisen suchten wir nach neuen Möglichkeiten des Miteinanders. Ein Forschungsprojekt mit stark sozialem Charakter, das Studierende wie Lehrende gleichermaßen ermutigt hat“, so Tina Frank (Visuelle Kommunikation).
Belebung des öffentlichen Raums
Am Freitag, 30. April, plant die Kunstuni in der Innenstadt einen Aktionstag dazu: Der „CCGraph“ der Architektur bringt Kino in den öffentlichen Raum, Popcornduft und Gemeinschaftserlebnis inklusive. Mit der „Hängepartie“ wiederum wird der Pfarrplatz zum Ort der Entspannung, mit einer Ansammlung von Hängematten. Diese und viele andere Projekte entstanden aus den bei insgesamt vier Expeditions-Etappen gesammelten Eindrücken und Ideen: Interventionen, Performances, Plakate, soziale Skulpturen, Readymades und Happenings. Sie aktivieren für einen Tag Straßen, Plätze, Wände, Fenster, Auslagen und leerstehende Geschäfte.
Infos auch auf now.ufg.at


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