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1. Bechstein-Bruckner-Wettbewerb holt junge Pianisten aus aller Welt vor den Vorhang

Nora Heindl, 25.05.2021 11:28

LINZ. Acht junge Pianisten aus der ganzen Welt, die an einer (Privat-)Universität, einer Musikhochschule bzw. einem Konservatorium in Österreich studieren, werden beim 1. Bechstein-Bruckner-Wettbewerb am 31. Mai und 1. Juni in den Fokus der Musikwelt gerückt. Der Wettbewerb kann bei freiem Eintritt im Brucknerhaus verfolgt werden (Platzkarten erforderlich), parallel dazu wird er per Live-Stream übertragen.

 (Foto: Rita Newman)
(Foto: Rita Newman)

Die acht Teilnehmer, die aus Georgien, Chile, Südkorea, Russland der Schweiz sowie Österreich stammen und in Österreich ihre Ausbildung genießen, wollen faszinierende und atemberaubende pianistische Glanzlichter setzen. Den Beginn macht Valentina Erler vom Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck am 31. Mai um 10.30 Uhr.

Auf den Sieger wartet ein Konzert im Rahmen der Reihe C. Bechstein Klavierabende im Brucknerhaus Linz am 17. Juni um 19.30 Uhr – zum Live-Stream – mit einer garantierten Gage von 3.000 Euro. Der zweite Preis ist mit 2.000 Euro dotiert, der dritte Preis mit 1.000 Euro. Darüber hinaus gibt es in der ersten Runde einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis für die beste Interpretation des Pflichtstücks, der Fantasie G-Dur WAB 118 von Anton Bruckner. In der zweiten Runde winkt ein mit 500 Euro dotierter Sonderpreis für die beste Interpretation der vorgeschriebenen Klaviersonate F-Dur KV 332 von Wolfgang Amadé Mozart.

Am Mittwoch, 16. Juni, um 18 Uhr findet zusätzlich bei freiem Eintritt ein Künstlergespräch im C. Bechstein Centrum Linz statt.

Pflichtstücke von Bruckner und Mozart

Die Premiere des 1. Bechstein-Bruckner-Wettbewerbs war ursprünglich im Mai 2020 geplant, musste aufgrund der Pandemie jedoch um ein Jahr verschoben werden. Die Bewertung übernimmt eine internationale Jury bestehend aus Michel Dalberto, Professor am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, Gerrit Zitterbart, Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, sowie Konstantin Lifschitz, Professor an der Musikhochschule Luzern. Letzterer präsentiert übrigens selbst bei seinem Brucknerhaus-Debüt am 4. Juni bekannte Klavierwerke von François Couperin, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Robert Schumann.

„Die Förderung junger Talente liegt mir sehr am Herzen. In den Konzerten des Brucknerhauses Linz treten daher viele junge Musiker auf; darüber hinaus können sie in speziellen Wettbewerben ihr Können unter Beweis stellen. Einer davon ist der Bechstein-Bruckner-Wettbewerb, der Ende Mai heuer erstmals ausgetragen wird. Ich bin der Klaviermanufaktur C. Bechstein sehr dankbar, dass wir in Kooperation mit ihr diesen Klavierwettbewerb ins Leben rufen konnten, in den außerdem – und das ist eine Besonderheit – alle Musikuniversitäten bzw. Konservatorien aus ganz Österreich eingebunden sind, an denen ‚Klavier solo‘ unterrichtet wird. Natürlich zählt ein Klavierstück von Anton Bruckner bei diesem Wettbewerb zu den Pflichtstücken, auch wenn Bruckner kaum für das Klavier komponiert hat. Aber vielleicht liegt genau darin die besondere Herausforderung für die jungen Pianisten“, freut sich Dietmar Kerschbaum, Künstlerischer Vorstandsdirektor LIVA, Intendant des Brucknerhauses Linz

Gregor Willmes, Leiter des Kulturmanagements der C. Bechstein Pianoforte AG, lädt ein: „Zuhörer aus Linz und Umgebung sind bei freiem Eintritt eingeladen, die spannenden Vorspiele im Brucknerhaus Linz zu erleben – und die Welt kann durch die Übertragung im Internet live dabei sein. Wir freuen uns auf zwei Tage voll großartiger Klaviermusik mit jungen Menschen aus der ganzen Welt!“


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