"Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" im Schauspielhaus
LINZ. Mit „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ startet das Schauspielhaus am Landestheater Linz in die neue Saison. Premiere des großen Antikriegs- und Satire-Romans von Jaroslav Hašek – in einer Fassung von Regisseur Matthias Rippert, wird am Samstag, 18. September, 19.30 Uhr, gefeiert. „Mitspieler“ auf der Bühne ist eine Kamera, die dem Zuschauer neue Blicke ermögliche.

Schon 2003 wurde das Stück am Landestheater Linz aufgeführt, allerdings in einer sehr freien Fassung. „Die jetzige Inszenierung ist dem Original sehr viel treuer“, so Dramaturgin Wiebke Melle. Regisseur Matthias Rippert hat sich den Stoff vorgenommen, eine eigene Fassung geschaffen. „Ich muss zugeben, ich kannte das Buch vorher nicht. Beim Lesen bin ich mir draufgekommen, wie toll es ist, umso mehr ich gelesen habe, desto begeisterter war ich“, so Rippert. „Der Roman ist sehr episodisch, stückenweise geschrieben, es ist eine Geschichte, die immer weiter gehen könnte.“ Er habe sich dafür entschieden, alle Stationen zu verwenden, die Schwejk noch weiter an die Front schicken. „Und manche irrsinnig tolle Szenen im Roman kann man sich nicht entgehen lassen, die Geschichte ist voll von betrunkenen, schlecht gelaunten Menschen, das ist wunderbar zu spielen.“
Ursprünglich sollte das Stück in Linz schon früher gespielt werden, durch Corona kommt es jetzt. „Ich hatte ursprünglich nur zwei Monate Zeit für die Fassung, jetzt hatte ich ein Jahr, ich konnte viele Szenen auch mit der Entwicklung der Bühne nochmal ändern.“
Kamera als „eigener Darsteller“
Jaroslav Hašeks „großer Antikriegs- und Satire-Roman“ (Melle) habe speziellen Humor. Um diesen funktionieren zu lassen und den Blick des Publikums zu führen, setzt das Regieteam auf eine Kamera auf der Bühne. Das Bühnenbild sei ein „Hybrid aus Live-Bühne und Filmset“, so der für die Bühne verantwortliche Fabian Liszt. „Es gibt Bereiche, die das Publikum nur durch die Kamera zu Gesicht bekommt.“ Zuständig für die Kamera ist Lukas Schöffel.
Die Musik kommt von Robert Pasliczek, durch die Kamera könne er filmischer umgehen mit der Musik, auch mal lauter und gewaltiger werden.
Premiere wird am Samstag, 18. September gefeiert. Dauer: etwa 2,5 Stunden inklusive Pause. Alle Infos, Termine und Karten: www.landestheater-linz.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden