Für die ganze Familie: Das Schlossmuseum in "Wintergrün"
LINZ. Wie viele Christbaum-Jahre bin ich groß? Wie hört sich ein Baum von innen an? Nicht nur die traditionelle Krippenausstellung gibt’s dieses Jahr im Schlossmuseum wieder zu sehen, mit „Wintergrün“ wartet eine für Jung und Alt unterhaltsame Ausstellung auf die Besucher.

Warum bleiben Nadelbäume grün? Warum blühen Pflanzen im Winter? Die neue Ausstellung „Wintergrün“ im Schlossmuseum bietet viel Wissenswertes, unterhaltsam aufbereitet. Wer wusste etwa, dass die Nordmanntanne von einem Herrn Nordmann im Kaukasus entdeckt wurde. Auch kleinen Besuchern wird nicht langweilig werden, bei zahlreichen Mitmach-Stationen, an denen gemalt wird oder auch Weihnachtspostkarten gestaltet werden können.
Kuratiert wurde die Schau von Thekla Weissengruber – sie verknüpft Natur- und Kulturwissenschaften sowie Kunst gekonnt miteinander. Ein Highlight ist etwa eine Xylotehk aus dem Jahr 1927, erzählt wird, welche Legenden sich um im Winter blühende Pflanzen ranken, die Bedeutung der Farbe Grün an sich, die rund 100 Grüntöne, die es gibt – von Erbsgrün bis Pfauengrün sind zu sehen. Besucher sind eingeladen, selbst Namen zu vergeben. Grün in der Geschichte und vieles mehr wird thematisiert.
Die bunten Pflanzen in der Ausstellung werden von der OÖ. Gartenbauschule Ritzlhof betreut.
Bräuche rund um Weihnachten
Aber auch Bräuche rund um Weihnachten werden erzählt. Der erste Christbaum in Linz stand übrigens 1818 bei Freiherrn Anton von Spaun. Viel später erst kam der Adventkranz zu uns. Aber auch Weihnachtspostkarten von 1920 bis 2000 sind ausgestellt.
Was aber alles bleibt davon übrig? Das Thema Konsum vorgenommen hat sich die Künstlergruppe „Art Discount 24“ – die Kunstuni-Studierenden haben unter einem Lametta-Ungetüm einen trashigen Konsum-Christbaum gestaltet, eine Büroweihnachtsfeier der anderen Art zeigt ein One-Shot-Video der Gruppe für die Ausstellung.
Film Set
Für Schmunzeln sorgt auch die Installation „Christmas Tree Film Set“ im Hof des Schlossmuseums von Anna Jermolaewa und Manfred Grübel: Ein verlassendes Auto, ein riesiger Christbaum ragt aus dem Kofferraum – das Szenario steht für die vielen Rituale und Aktivitäten rund um Weihnachten, die man ausführt, ohne sich Gedanken zur Bedeutung zu machen.
Krippenausstellung
Rund 70 verschiedene Krippen und Szenen zeigt die traditionelle Krippenausstellung im Schlossmuseum. Höhepunkte sind die Garstener Stiftskrippe mit beinahe lebensgroßen Figuren aus 1730 oder die mechanische Krippe aus der Werkstatt Johann Georg Schwanthaler.
Die Ausstellung „Wintergrün“ und die Krippenausstellung ist bis 2. Februar zu sehen. Tipp: Auch die Ausstellung „Gerhard Haderer.Kosmos“ im Schloss ist wieder geöffnet.


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