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Linz. Lächle und die Welt lächelt zurück „Klingt vielleicht naiv oder kitschig, ist aber genau das, was man in Zeiten wie diesen braucht, egal ob man 3, 7 oder 99 Jahre alt ist“, erzählt Regisseurin Nora Dirisamer anlässlich der bevorstehenden Premiere von „Miss Sonnenschein“ für Kinder ab 3 Jahren im Theater des Kindes.

Miss Sonnenschein (Simone Neumayr) versucht dem König (David Baldessari) das Lachen neu beizubringen. (Foto: TdK)

Auf dem Heimweg vom Urlaub entdeckt Miss Sonnenschein ein Schild: Hier geht's ins Jammerland – Wo alle unglücklich sind, ständig jammern, es immer regnet und die Vögel weinen statt zu singen. Anstatt sich abschrecken zu lassen, macht sich Miss Sonnenschein auf den Weg, um dem auf den Grund zu gehen.

Weil Lächeln, Lachen, Schmunzeln und Kichern in Jammerland aber nicht nur unerwünscht, sondern gar verboten sind, was Miss Sonnenscheins Gemüt komplett widerspricht, wird sie schlussendlich verhaftet. Weil sie das warum wissen möchte, sucht sie den König auf – eine Begegnung, die alles verändern könnte. „Das ist im Grunde die Kernszene, denn mit ihren Fragen bringt Miss Sonnenschein den König soweit zu erkennen, dass mit nur einer kleinen Änderung aus Jammerland auch Lachland werden könnte“, verrät Dirisamer – aber pssst.

Vorlage ist das gleichnamige Büchlein von Roger Hargreaves. „Ich habe die Büchlein selbst vorgelesen bekommen und lese sie heute meinen Kindern vor. Gerade bei Miss Sonnenschein hat sich bei mir ein Bild von einer Person verankert, die einfach mit einem Lächeln durch die Welt geht“, erzählt Dirisamer: „Miss Sonnenschein versucht zu propagieren, schau doch mal wie sich die Welt verändert, wenn du offen auf sie zugehst. Vielleicht gibt’s Dinge, die wir nicht ändern können, aber wir können ändern, wie wir damit umgehen, das ist für mich die Grundmessage. Und jammere nicht so viel herum, insofern ist es ein sehr österreichisches Stück“, lacht die Regisseurin.

Auch wenn sich die Inszenierung stark am Büchlein orientiert, hat Dirisamer versucht Anknüpfungspunkte zum Jetzt zu schaffen. „Das Wichtigste im Jammerland ist das Verbotsschild. Da haben wir uns bewusst am Maskensymbol orientiert, das uns aktuell ja permanent begleitet, selbst Dreijährige an der Kindergartentür. Wir haben versucht, das klare Verbots- und Gebotsdenken, in dem wir jetzt sehr wohl gefangen sind, aufzunehmen. Ich habe selbst einen Dreijährigen daheim und merke, dass das die Kinder schon irritiert zurücklässt, weil sie das warum nicht verstehen.“

Auch der König wird bewusst nicht klischeehaft wie in einem Märchen dargestellt: „Es könnte jeder sein, den man auf der Straße trifft, nur halt ohne Krone, der halt macht, was sich gehört, aber nicht glücklich dabei ist.“

Für Nora Dirisamer war es wichtig, ein Theaterstück zu kreieren, das für alle etwas in sich trägt. „Dass sich alle amüsieren, aber sich auch alle etwas für sich mitnehmen, dass sich alle gemeint fühlen, wenn sie als Familie im Theater sitzen.“

Hoffen auf Vollbetrieb ab spätestens Mitte März

Dem positiven Denken hat man sich auch im Theater des Kindes verschrieben. „Ich gehe davon aus, dass wir ab spätestens Mitte März wieder im Vollbetrieb spielen können“, hofft Geschäftsführer und künstlerischer Leiter Andreas Baumgartner. Grundsätzlich sei man gut durch die Pandemie gekommen, auch wenn er und die Mitarbeiter insgesamt 13 Monate in Kurzarbeit waren. Natürlich dominiert die Freude, dass alle ihren Job behalten konnten.

„Jetzt freuen sich alle, einfach wieder für die Kinder spielen zu dürfen“, so Baumgartner. Die Nachfrage sei riesig. Karten für „Momo“ zu bekommen, sei momentan sehr schwierig, das Stück ist ständig ausverkauft. „Deshalb habe ich auch keine Bedenken, dass, sobald wir wieder richtig spielen dürfen, wieder sehr gute Zahlen schreiben werden“, gibt sich Baumgartner zuversichtlich. Die letzten zwei Jahre seien dahingehend natürlich katastrophal gewesen: Um die 25.000 Besucher zählt das Theater des Kindes normalerweise pro Spielsaison, in den letzten waren es zwischen 2.500 und 3.000.

Premiere: Freitag, 18. Februar, 16 Uhr
Folgetermine: 19.2. & 6.3., 16 Uhr
Viele weitere Spieltermine auf www.theater-des-kindes.at
Karten: 0732/605255, office@ theater-des-kindes.at

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