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LINZ. Auf eine Reise zu den Abgründen der menschlichen Seele entführt das neue Album von Jo Strauss immer im Blick: „Das Schöne am Ende“.

Gehen seit 2013 gemeinsame Wege: Lukas Höfler (Gitarre), Tobias Wagner (Schlagzeug), Jo Strauss, Felipe Ramos (Bass) und David Sonntagbauer (Klavier) (Foto: Otto Reiter)

Mit seinem vierten Studioalbum „Das Schöne am Ende“ (erscheint am 28. Februar) sprechen der preisgekrönte Musikkabarettist aus Linz und seine Band eine Liebeserklärung an die Vergänglichkeit aus. Zwischen gescheiterten Beziehungen, Selbstmorden, Moritaten und Kulturdystopien sucht Strauss in seinen Geschichten aber nicht das Ausweglose und das Deprimierende, sondern das Schöne am Ende.

Mit schwarzem Humor, der an Helmut Qualtinger erinnert, lässt er abgeranzte Kommissare durch den Wiener Stadtpark spazieren. Mit feinster Beobachtungsgabe, die an Ludwig Hirsch erinnert, entlässt er gescheiterte Existenzen in den Selbstmord. Und mit stimmlicher Gewalt, die an Tom Waits erinnert, werden gescheiterte Beziehungen romantisch bis zum Tode überhöht. Wer hier an die blaue Blume der Romantik denkt, hat nicht ganz unrecht. Die Sehnsucht nach Liebe und Schönheit im Grässlichen zieht sich durch das gesamte Album.

Musikalische Reduktion als Stilmittel

Begleitet wird Jo Strauss von seiner Band, die ihre Fähigkeiten ganz in den Dienst der Lieder stellt. Mit musikalischer Reduktion und feiner, unaufdringlicher Klinge begleiten die Musiker seine Lieder. Wer sich bombastische Arrangements nach dem Motto „The more the better“ erwartet, wird bitterlich enttäuscht. Hier regiert die Maxime des „Less is more“. Bei aller Reduktion schaffen es seine langjährigen Begleiter trotzdem durchblitzen zu lassen, wie hochkarätig sie Musik machen können.

Österreich-Premiere & Album Release:
Freitag, 25. Februar, 20 Uhr
Kultur Hof, Linz bzw. als Livestream
Zum Kartenverkauf

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