Ausstellung "bis übermorgen": von Haus-Rucker-Co zu O&O Baukunst
LINZ. Von Haus-Rucker-Co zu O&O Baukunst gibt die neue Ausstellung „bis übermorgen“ ab 7. April im Francisco Carolinum Einblick in das Schaffen der Architekten und Künstler Laurids und Manfred Ortner.

Laurids und Manfred Ortner eroberten als Haus-Rucker-Co gemeinsam mit Günter Zamp Kelp, Klaus Pinter und Caroll Michels in den 1960er- und 1970er-Jahren die internationale Kunstszene. Sie experimentierten mit bewusstseinserweiternden Raumobjekten und erschlossen mit ihrer „provisorischen Architektur“ den öffentlichen Stadtraum als urbanes Versuchsfeld. Visionär verhandelten sie damals Themen und Motive wie Umweltzerstörung oder die „Zweite Natur“ als künstliches Habitat, die heute aktueller denn je erscheinen.
In den 1980er-Jahren wurden die provisorischen Architekturkonzeptionen zunehmend von dauerhaft nutzbarer Baukunst abgelöst. 1987 gründeten die Brüder schließlich das Architekturbüro Ortner & Ortner aus dem sich 2011 O&O Baukunst mit den Partnern Roland Duda, Christian Heuchel, Florian Matzker und Markus Penell formte. Zuvor Erprobtes wurde nun auf konkrete Bauaufgaben angewandt, auf Gebäude mit dem Anspruch langfristiger Gültigkeit. Mit der SLUB in Dresden oder dem Museumsquartier in Wien schufen sie Ikonen der europäischen Baukultur.
Zur Ausstellung
Die spektakuläre Retrospektive im Francisco Carolinum zeigt auf zwei Stockwerken alte wie neue Werke von Ortner & Ortner. Wesentlicher Teil der Ausstellung sind sieben großformatige Objekte, die für die Schau gebaut wurden und verschiedene Kapitel und Motive im Werk der Brüder exemplarisch herausgreifen und neu interpretieren. Ergänzend illustrieren Modelle, Zeichnungen und großformatige Öl- und Pastellbilder ihre Ideenwelt von damals, heute und übermorgen.


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