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LINZ. Zum 20-jährigen Jubiläum ist den Impropheten zum Feiern zumute. Verständlich. So steht am Samstag, 30. April, im Posthof ein „Best-of“ am Programm. Doch wie die besten Szenen wiedergeben, wenn beim Improvisationstheater jede Geschichte, jedes Lied, jedes Tänzchen ein Unikat und nicht wiederholbar ist?

Andrea Schnitt hat die Impropheten vor 20 Jahren gegründet. (Foto: Reinhard Winkler)
Andrea Schnitt hat die Impropheten vor 20 Jahren gegründet. (Foto: Reinhard Winkler)

Was geht, ist beliebten Figuren und Charakteren neues Leben einzuhauchen. „Jeder meiner Spieler hat seine Figuren, die er liebend gerne darstellt. Beim Best-of dürfen diese richtig zur Geltung kommen“, macht Gründerin und Leiterin Andrea Schnitt neugierig. Was machen also der Prinz von Linz und der Fürst von Bürst heutzutage? Und was passiert, wenn Columbina endlich auf die Donaugeister trifft? Jede Menge neue Geschichten und Lieder – mit Protagonisten, die man längst und unbedingt wiedertreffen wollte.

Highlights übers Jahr

Fürs Jubiläumsjahr haben die Linzerin und ihr Team aber noch mehr geplant. Neben der Entwicklung neuer Langformen schwebt Andrea Schnitt schon lange eine Heldenreise für Kinder vor: „Ich durfte das schon ein paar Mal als Zuschauer erleben und fand das großartig, wie die Kinder total miteingebunden wurden.“ Und sie möchte ein Frauenformat wagen. „Ich habe in meiner Gruppe vier junge Frauen, die umwerfend sind. Wir können es uns also erlauben, die Männer mal beiseite zu lassen, so dass nur wir Frauen auf der Bühne glänzen“, schmunzelt die Linzerin.

20 Jahre Impropheten

Im Oktober 2002 rief Andrea Schnitt die Impropheten als erste Profi-Improgruppe in Linz ins Leben. Seither zählt die Schauspielerin, Regisseurin und Improtrainerin gemeinsam mit ihren Wegbegleitern, bestehend aus professionellen Schauspielern, Sängern und Musikern, rund 300 Auftritte.

Die Begeisterung fürs Improtheater hat sie noch längst nicht verloren. „Improtheater ist frei von Text, Regie, Bühnen, Kostüm oder Requisiten. Im Mittelpunkt stehen allein die Schauspieler mit ihrem kreativen Potenzial. Es geht zudem darum, ganz flexibel mit dem Publikum in Dialog zu treten, die Menschen von der Rampe aus direkt anzusprechen, um etwas Gemeinsames entstehen zu lassen: Was habt ihr für Ideen, wo soll die nächste Szene stattfinden, wer soll auftreten? Natürlich nur, soweit es der einzelne Zuschauer möchte. Es wird niemand auf die Bühne gezerrt“, beruhigt Schnitt.

Das Schönste am Impro bleibt für die Linzerin aber, dass es das eigene Kreative ist, das man auf die Bühne bringt, „und nicht das, was mir ein Regisseur oder ein Autor vorgibt.“ Eine Erfahrung, die sie auch Kollegen vom Theater empfehlen kann: „Es nimmt dir das Festklammern am Text, die Angst vor einem Hänger, denn dann improvisiert man einfach. Außerdem sind beim Improtheater immer die Kollegen da, die dir weiterhelfen. Dieses Vertrauen kann man sich ebenso fürs Theater mitnehmen. Denn auch hier geht es nur miteinander.“

Wer sich selbst einmal als Improkünstler versuchen möchte, ist in der Improschule von Andrea Schnitt gut aufgehoben. Wer von den Impropheten nicht genug bekommt, kann sie für Feiern jeglicher Art buchen.

„Best-of“ im Posthof Linz:
Samstag, 30. April, 20 Uhr
Karten: www.posthof.at
Mehr auf www.dieimpropheten.at

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