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LINZ. Die Galerie Brunnhofer präsentiert in der kommenden Gruppenausstellung „Der weibliche Blick“ ausschließlich weibliche Positionen. 17 Bildende Künstlerinnen und eine Musikgruppe zeigen ihren Blick auf auf die Welt und auf sich selbst. Vernissage ist am Sonntag, 26. November, um 18 Uhr.

„Paula Modersohn Becker“ (Foto: Elisa Andessner/courtesy Brunnhofer)
„Paula Modersohn Becker“ (Foto: Elisa Andessner/courtesy Brunnhofer)

In Form von Gemälden, Fotografien, Collagen und Objekten erzählen sie aus ihrer Perspektive - sie hinterfragen Geschlechterrollen, drücken Unbehagen aus und erweitern Handlungsräume. Die ausstellenden Künstlerinnen: Elisa Andessner, Irene Andessner, Lucia Dellefant, Yvette Gellis, Götze Grita, Inge Kracht, Indra., Katharina Karner, Franziska Maderthaner, Christa Mayrhofer, Jennifer Nehrbass, Diana Rattray, Verena Schatz, Oktavia Schreiner, Deborah Sengl, Olga Shcheblykina und Elisabeth Sonneck.

Der Ausstellungstitel ist eine direkte Umkehrung des Begriffs „male gaze“ (männlicher Blick): „Male gaze“ stammt aus der feministischen Filmtheorie und beschreibt die gängige Darstellung von Frauen im Film. Frauen werden immer noch viel häufiger als sexualisierte Objekte dargestellt als handelnde Personen. In „Der weibliche Blick“ sind Frauen keine Objekte, sondern Akteurinnen, Produzentinnen und Regisseurinnen ihrer Kunst. Sie bestimmen die Erzählung.

„Mir ist es wichtig, die hohe Qualität und das breite Spektrum weiblicher Kunst in der Galerie zu zeigen“, so Galerist Stefan Brunnhofer. Die Ausstellung kann als klares Statement gegenüber dem nach wie vor männlich dominierten Kunstmarkt gelesen werden und trifft damit den Nerv der Zeit. Auch der Zeitpunkt der Ausstellung ist günstig: Zwischen 25. November und 10. Dezember finden jährlich die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ statt, eine weltweite Kampagne, die auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam macht.

Die Ausstellung kann bis 31. Jänner besichtigt werden. Finissage ist am Freitag, 26. Jänner, 19.30 Uhr. Mit einem Konzert der Musikgruppe Schülander Engaling, inklusive Texten von Christine Nöstlinger. Musikalische Textperformance mit Sarah Jung, Judith Schwarz und Anna Widauer.

Geöffnet: Mi-Fr 14-18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung 0732 778321-0


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