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LINZ. Gleich zwei Schauspiel-Uraufführungen gehen am kommenden Wochenende im Landestheater über die Bühne.

  1 / 2   "Das unschuldige Werk": Julian Sigl als Franz Stelzhammer und Gunda Schanderer als seine Frau Betty (Foto: Herwig Prammer)

Am Freitag, 26. Jänner, feiert „Über die Notwendigkeit, dass ein See verschwindet“ von Anna Neata in der Studiobühne Premiere (ausverkauft). Die österreichische Autorin, die für ihr erstes Stück „Oxytocin Baby“ mit dem Hans-Gratzer-Stipendium ausgezeichnet wurde, verbindet in ihrer zweiten Bühnenarbeit die Themen globale Erwärmung, Tourismus und Femizid zu einem abgründigen wie aberwitzigen Stück:

Ava (Theresa Palfi) ist Journalistin und möchte sich am idyllischen See erholen. Die Voraussetzungen hierfür scheinen perfekt: Das Wasser ist warm, die Unterkunft am ehemaligen Bauernhof gefällt ihr. Doch der Schein trügt. Nicht nur der See verschwindet hitzebedingt langsam, auch Frauen. All dies trübt die Idylle und muss im Verborgenen bleiben. Da sind sich die Gemeinde, die Kriminalistik vor Ort und sogar der Bundeskanzler a. D./in spe einig. Doch je weiter der See austrocknet, desto mehr offenbart sich am Grund jener dunkle Schrecken, der wie ein Schatten über dem Ort liegt. Regie führt Martin Mader.

Das Leben Stelzhamers aus Sicht seiner Frauen

Am Samstag, 27. Jänner, 19.30 Uhr, kommt dann erstmals Thomas Arzts „Das unschuldige Werk“ in den Kammerspielen zur Aufführung. Der bekannte österreichische Dramatiker beschloss, das Leben Franz Stelzhamers unter anderem aus der Perspektive seiner Frauen noch einmal zu erzählen. Regie führt Schauspieldirektor Stephan Suschke.

Das Leben Stelzhamers führte ihn weit herum, auch außerhalb der Grenzen Oberösterreichs. Geboren 1802 als Kind von Kleinbauern im Innviertel, war er Hauslehrer, Priesteramtsanwärter, Schauspieler und Journalist, ehe er 1837 mit überwältigendem Erfolg sein Buch der „Lieder in obderenns’scher Volksmundart“ publizierte. Bei den Frauen hatte der Verführer trotz schwierigen Charakters Glück, brachte ihnen seinerseits aber selten eins. In der Literatur brach er der Mundart Bahn. Stelzhamers „Hoamatgsang“ ist seit 1952 die offizielle Landeshymne Oberösterreichs.

Alle Spieltermine und Karten: www.landestheater-linz.at

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