Julia Höfler mit "Gletarn" zu Gast in der Tribüne Linz
LINZ. „Mama, was hat der Opa eigentlich während des Krieges gemacht?“ - Mit ihrem Ein-Frau-Stück „Gletarn... oder wie die Welt umarmen“ ist Julia Höfler am Samstag, 1. Juni, 19.30 Uhr, zu Gast in der Tribüne. Tips verlost 2x2 Freikarten.

Wir alle sind Kinder oder Kindeskinder von Eltern, deren Leben in irgendeiner Weise von den Folgen des zweiten Weltkrieges geprägt sind.
„Warum musste meine Mutter nach meiner Geburt in die Psychiatrie? Wieso hieß mein Opa „Sheriff“? Warum habe ich mit 14 meine Stimme verloren und Jahre gebraucht bis ich sie wiedergefunden habe?“ Frei von Anklage erzählt Julia Höfler, wie ihre Familie durch das Patent auf eine Kunststoffhandgranate zu Reichtum gekommen ist. In sprunghaften Rückblicken kommen ihre Ahnen zu Wort. Besonders lässt sie die Schicksale der Frauen ihrer Familie aufleben. Trotz der berührenden Themen wie Vergewaltigung, Missbrauch und Psychiatrie macht sie kein Betroffenheitstheater. Es gelingt ihr, durch einen lebendigen Erzählton, Humor, Körpereinsatz und Gesang das Publikum auf eine Reise mitzunehmen, von der es womöglich verändert aber hoffentlich gestärkt wiederkehrt.
Aus rein therapeutischen Zwecken 2018 entstanden, fand „Gletarn... oder wie die Welt umarmen“ großen Anklang beim Publikum und schon bald einen Verlag in Frankreich. Im Sommer 2019 kam es beim Theaterfestival Hin & Weg im Waldviertel zur deutschsprachigen Erstaufführung.
Karten: www.tribuene-linz.at


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