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Das Brucknerhaus Linz öffnet sich weiter: Das bringt die Saison 2026/27

Karin Seyringer, 24.03.2026 20:05

LINZ. Von „lebenden Legenden“ bis zur Kinderbetreuung: Das Brucknerhaus Linz bietet in der kommenden Saison wieder viele Highlights und wartet mit neuen Angeboten auf – darunter auch schon für die ganz, ganz Kleinen. Die Saison 2026/27 soll eine „Saison der Begegnung“ werden, noch abwechslungsreicher, noch offener. Über 150 Eigenveranstaltungen sind geplant.

  1 / 3   Norbert Trawöger und sein Team präsentierten die Brucknerhaus-Saison 2026/27. (Foto: Reinhard Winkler)

Am Dienstag wurde im Brucknerhaus das Programm der kommenden Saison vorgestellt. Im Fokus stehen neue Formate, mehr Zugänglichkeit und die stärkere Einbindung des Publikums. „Kultur schafft Gründe für Menschen, einander absichtslos zu begegnen. Das Brucknerhaus ist Erzählort, Ort der Geschichten“, so der Künstlerische Direktor Norbert Trawöger. Vor allem wolle man ein lebendiges Haus der Musik für möglichst viele Menschen sein. „Wir setzen mit Leidenschaft auf Vielfalt und Zusammenwirken mit vielen Partnern, Künstlern in Stadt und Land und der weiten Welt.“

Kooperationen unter anderem mit der Musikschule der Stadt Linz, der Bruckneruni, dem Musikgymnasium Linz, dem Oö. Landesmusikschulwerk oder dem Chorverband Oberösterreich (Galakonzert zum 25-jährigen Jubiläum am 17. Oktober) sorgen für eine weitere Öffnung des Hauses. Die Saison wird bewusst als „Saison der Begegnungen“ gestaltet.

Neue Formate rund ums Konzert

Eine Neuerung ist das „Linzer Klangmenü“. Dabei wird etwa das Orchesterkonzert des Royal Concertgebouw Orchestra am 18. November von zusätzlichen Angeboten begleitet: Nachwuchsmusiker der Musikschule der Stadt Linz sorgen für musikalische Einstimmung. Nach dem Konzert gibt es Raum für Gespräche und Austausch im Foyer.

Auch bei den Liederabenden gibt es eine Neuerung. Vor den Konzerten finden künftig Künstlergespräche bei freiem Eintritt statt.

Kinderbetreuung bei Sonntagsmatineen

Das Brucknerhaus setzt auch auf Familienfreundlichkeit. So gibt es ab der kommenden Saison Kinderbetreuung durch das Kuddelmuddel-Team bei den Sonntagsmatineen. Vom Basteln bis zum gemeinsamen Musizieren sind die Kleinen bestens beschäftigt, während die Eltern das Konzert genießen. Die Betreuung ist kostenlos mit einem Ticket oder Abo für die Sonntagsmatineen.

Apropos Sonntagsmatineen: Sechs Konzerte in diesem Format sind geplant, darunter die erste und gleichzeitig letzte Sonntagsmatinee für Markus Poschner in seiner Funktion als Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz (2. Mai 2027). Zu hören sein wird Beethoven, als Abschluss des großen Beethoven-Zyklus.

Rein ins „Brucknerhäuschen“ für alle ab einem Jahr

Neben den beliebten und bewährten Angeboten „mini.music 3+“, „midi.music 6+“, dem „Spiel.Raum 6+“, „Antons Kidsclub 6+“ sowie den Familienführungen gibt’s auch beim „Jungen Brucknerhaus“ ein zusätzliches Angebot: Das neue Format „Brucknerhäuschen 1+“ bringt erstmals Angebote für Kinder ab einem Jahr ins Brucknerhaus.

„Ein gutes Kinderprogramm ist aber immer für alle da – alle sind hier herzlich willkommen und werden viel mitnehmen können“, lädt Trawöger ein.

Internationale Stars, lebende Legenden und besondere Höhepunkte

Das Programm bringt auch in der neuen Saison zahlreiche internationale Künstler nach Linz. Zu den Höhepunkten zählen Auftritte des Royal Concertgebouw Orchestra, der Wiener Philharmoniker oder der Tschechischen Philharmonie.

Sein letztes Oberösterreich-Konzert in dieser Funktion wird Chefdirigent Franz Welser-Möst mit „seinem“ Cleveland Orchestra am Sonntag, 11. Oktober beim Konzert an Bruckners Todestag geben.

Ein besonderes Ereignis ist das Konzert des Pianisten Grigory Sokolov am 21. Mai 2027. Er tritt erstmals seit über 50 Jahren wieder in Linz auf, damals noch in der Diesterweghalle gibt er nun endlich sein Brucknerhaus-Debüt. „Er ist eine lebende Legende“, schwärmt Dramaturgieleiter Andreas Meier schon jetzt.

Ihr Brucknerhaus-Debüt gibt auch das britische Orgelphänomen Anna Lapwood, dass auf Social Media ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert (21. März).

Jazz, Weltmusik, Crossover und Posthof im Brucknerhaus

Jazzkonzerte, Weltmusik und Crossover-Projekte ergänzen das Programm und sprechen ein breites Publikum an.

Ein Highlight daraus: Im Rahmen der Chorkonzerte wartet am 4. Mai der Abend „Alpen & Glühen“. Dafür haben sich Trompeter Thomas Gansch und der Chor Ad Libitum zusammengetan – volksmusikalische Tradition treffen auf Jazz, Humor und indischem Raga.

Jazzfreunde kommen bei Brad Mehldau & Kirill Gerstein (14. September), dem Upper Austrian Jazz Orchestra (14. Oktober), Luciano Biondini & Brooklyn Bound (17. November), dem Bill Frisell Trio (19. Februar) und „Women in Jazz“ am 1. April auf ihre Kosten.

Literaturfreunde dürfen sich unter anderem auf Anna Mabo (7. November), Karl Markovics & Eggner Trio (5. Dezember) und Bariton Georg Nigl, Burgschauspieler Nicholas Ofczarek und Pianist und Salzburger Festspiele-Intendant Markus Hinterhäuser (3. April) freuen.

Aber auch das Herbert Pixner Projekt mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich (6. Oktober) oder Tubist Andreas Martin Hofmeir (9. April) schauen vorbei.

Die Reihe „Posthof im Brucknerhaus“ bringt Jethro Tull (22. November), Gernot Kulis (16. Jänner) Hubert von Goisern (25. April) und „The Simon & Garfunkel Story“ (7. Juni) ins Haus.

Großes Orchesterabo kommt gut an

Auf große Resonanz sei das Abonnement Große Orchester gestoßen, freuen sich Meier und Trawöger. 250 neue Abonnementen seien gewonnen worden. Ab sofort sind auch Einzelkarten für die Konzerte erhältlich.

  • 19. September: Rakitina, Hardenberger & Bruckner Orchester Linz
  • 20. Oktober: Jacquot, Tamestit, Apkalna & WDR Sinfonieorchester
  • 18. November: Mäkelä & Royal Concertgebouw Orchestra
  • 3. Dezember: Altinoglu & Wiener Philharmoniker
  • 15. Jänner: Hrůša, Gerstein & Bamberger Symphoniker
  • 2.März: Altinoglu, Hagen & hr-Sinfonieorchester
  • 17. März: Manacorda, Saadi & Bruckner Orchester Linz
  • 12. April: Bychkov, Cho & Tschechische Philharmonie
  • 24. Mai: Fischer, Altstaedt & Budapest Festival Orchestra

„Ort der Begegnung für alle Generationen“

Für Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) unterstreicht das Programm die Bedeutung des Standorts, das Brucknerhaus sei ein lebendigen Treffpunkt. „Das Brucknerhaus ist seit 52 Jahren ein Ort der Begegnung über alle Generationen hinweg. Diese Offenheit spürt man auch im neuen Programm. Das Brucknerhaus ist Treffpunkt der internationalen Klassikszene, der Stars von heute und der Stars von morgen. Und beim ‚Jungen Brucknerhaus‘ schließt sich der Kreis.“

„Bruckner übermalt“                                                                                              

Das Programmbuch für die kommende Saison wurde übrigens gemeinsam mit Künstlern des Instituts „Schön für besondere Menschen“ gestaltet, die Portraits von Anton Bruckner übermalt haben. Eine Ausstellung der Werke wird im Rahmen des Brucknerfestes im Herbst zu sehen sein (Vernissage am 17. September im Brucknerhaus).  

Tipp: Trawöger präsentiert

Norbert Trawöger und sein Team präsentieren am Dienstag, 14. April, 17.45 Uhr, im Großen Saal des Brucknerhauses das neue Programm und Wissenswertes zur kommenden Saison für alle Interessierten. Eintritt frei.

Alle Infos und vollständiges Programm: www.brucknerhaus.at


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