Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

„Made in Linz“: neue Ausstellung im Nordico

Nora Heindl, 26.03.2026 12:00

LINZ. Von der Niemetz Schwedenbombe und der Keli Limonade bis zu international agierenden Unternehmen wie Rosenbauer, Silhouette oder Dynatrace – Die Ausstellung „Made in Linz“, ab 27. März im Nordico, widmet sich dem wirtschaftlichen Schaffen in der Landeshauptstadt.

Die Linzer Konsumgenossenschaft eröffnete 1950 in der Wiener Straße den ersten Selbstbedienungssupermarkt Österreichs. (Foto: Archiv der Stadt Linz)

Die Ausstellung „Made in Linz“ rückt mehr als 115 Produkte aus Handel, Industrie und Handwerk aus über 175 Jahren in den Fokus – von historischen Waren bis zu aktuellen Erzeugnissen. Ihnen allen gemein ist die Verbindung zur Stadt Linz. Auch die Menschen hinter den Unternehmen haben ihren Auftritt: Gründer mit Pioniergeist, Familien, die Betriebe über Generationen hinweg weiterführten, und Firmen, die mit ihren Produkten zu wichtigen Arbeitgebern der Stadt wurden.

Die Ausstellung im Überblick

Der erste Raum entführt in die Welt des historischen Handels. Die Ausstattung stammt aus dem sogenannten Reindl-Geschäft in Urfahr, das 1913 eingerichtet wurde. Das Geschäft war auf Kolonialwaren spezialisiert, also Lebensmittel, die größtenteils aus fernen Ländern kamen. Übrigens: Die vermutlich älteste bekannte Kolonialwarenhandlung in Linz wurde bereits 1862 von Georg Pfeiffer eröffnet.

Der zweite Raum widmet sich dem Wandel des Einkaufens im 20. Jahrhundert. So hatte die am 27. Mai 1950 an der Wiener Reichsstraße (heute Wiener Straße) eröffnete erste Konsum-Filiale bundesweite Bedeutung. Nach amerikanischem Vorbild wurde hier erstmals in Österreich die Selbstbedienung eingeführt. Bereits im Juli 1950 folgte das zweite Linzer Selbstbedienungsgeschäft.

Im dritten Raum steht das Handwerk im Mittelpunkt: Interviews zeichnen den Wandel traditioneller Berufe nach. Gab es etwa in den 1930er-Jahren noch mehr als 340 Schuhmacher in Linz, sind es heute nur noch drei.

Der vierte Raum richtet den Blick auf die industrielle Produktion und ihre Bedeutung für die Stadt: Tabakfabrik, Franckfabrik und die historische Wollzeugfabrik. Eine großflächige Aufnahme des voestalpine-Werks verweist zudem auf die bis heute prägende Rolle der Stahlindustrie für Linz.

Im fünften Raum entfaltet sich die Produktvielfalt „made in Linz“ – von historischen Gegenständen wie Kinderwagen der Firma Jakl oder Wirtshaussesseln der Sesselfabrik Lirzer bis zu bekannten Alltagsprodukten wie Fruchtgummis von Haribo oder Gabelbissen von Riemenschneider sowie aktuellen Erzeugnissen wie dem Seniorenhandy von emporia oder einer Wallbox von Keba..

Den Abschluss bildet ein Raum zum Onlinehandel und zum veränderten Einkaufsverhalten.

Kuratiert wurde „Made in Linz“ von Nordico-Leiterin Andrea Bina und Michaela Nagl. Ein Buch begleitet die Ausstellung. 

„Made in Linz. Standort für Handel, Industrie und Handwerk“

27. März-4. Oktober 2026

Nordico Stadtmuseum Linz

Führungen und Workshops zur Ausstellung unter nordico.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden