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Die europäische Filmwelt zeigt sich auf der großen Leinwand in Linz

Nora Heindl, 21.04.2026 13:23

LINZ. Das 23. Crossing Europe Filmfestival steht bevor: Von Dienstag, 28. April, bis Sonntag, 3. Mai, wird Linz wieder zum Treffpunkt für europäische Filmschaffende und Cineasten. Das diesjährige Motto: „Family Ties“.

Der Film „Die Kunstkomplizen“ begleitet das Künstlerduo PRINZpod. (Foto: filmdelights)
Der Film „Die Kunstkomplizen“ begleitet das Künstlerduo PRINZpod. (Foto: filmdelights)

133 aktuelle Spiel- Dokumentar- und Kurzfilme aus 39 Ländern füllen sechs Festivaltage, darunter 13 Welt- und 68 Österreich-Premieren. Als roter Faden ziehen sich heuer Familiengeschichten durchs Programm.

Das Festivalzentrum ist wieder im Ursulinenhof, OK und OK Platz angesiedelt; Festivalkinos sind das Moviemento, das City-Kino und das Central.

Eröffnungsfilme

Das Filmprogramm der 23. Ausgabe bietet dem Publikum Einblicke in Lebenswelten aus ganz Europa und soll Anstoß zur Auseinandersetzung mit der europäischen Gegenwartsgesellschaft sein. In bewährter Tradition stehen vier Eröffnungsfilme stellvertretend für die Vielfalt. So erzählt etwa „Donkey Days“ (2025) von Rosanne Pel von zwei Schwestern, die stets im Orbit ihrer Mutter kreisen, um deren Gunst buhlen und Beleidigungen über Gewicht und Aussehen tolerieren.

Das Tribute widmet sich erstmals nicht dem Oeuvre einzelner Filmschaffender, sondern spürt dem Eighties-Kino Europas nach. Dementsprechend wird zur Eröffnung auch „Golden Eighties“ (1986) von Chantal Akerman gezeigt; die erste und einzige Musicalkomödie der belgischen Regisseurin über ein Ensemble geschäftiger Verkaufstalente in einem modernen Kaufhaus.

Local Artists plus Special

Filmschaffen mit Oberösterreichbezug ist seit Bestehen des Festivals Teil der Crossing Europe-DNA: Die Competition Local Artists umfasst insgesamt 46 Arbeiten, darunter sechs Langfilme (zwei Weltpremieren), 35 Kurz- und mittellange Filme sowie fünf Musikvideos. In „Herzblutwiese Stadtwerkstatt“ (2026) – präsentiert als Österreichpremiere – befassen sich etwa Claudia Dworschak und Tanja Brandmayr aus feministischer Perspektive mit der Geschichte des ältesten autonomen Kunst- und Kulturraums von Linz und schaffen dabei eine über die Grenzen der Stadt hinausreichende Erzählung zu Transformation von Kunst und Gesellschaft.

Ein Special ist dem renommierten Künstlerduo PRINZpod (Brigitte Prinzgau und Wolfgang Podgorschek) gewidmet. Ebba Sinzingers Dokumentarfilm „Die Kunstkomplizen“ (2026) folgt den beiden eineinhalb Jahre lang, gibt Einblicke in ihr künstlerisches Universum und bezeugt ihre ungebrochene kreative Leidenschaft. Zu Gast beim Festival präsentiert das Duo zudem ein Programm mit sieben eigenen Kurzfilmen und gibt in Filmgesprächen die Möglichkeit zum Austausch. Komplettiert wird das Special durch eine Kollaboration mit der Galerie Maerz, die PRINZpod schon jetzt mit einer Ausstellung würdigt.

Das detaillierte Festivalprogramm, alle Infos und Termine unter www.crossingeurope.at

Tickets/6er-Block/Festivalpass gibt's im Vorverkauf online und an der Moviemento-Kassa (bis 27. April, 17-20 Uhr)


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